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Datum/Zeit
Datum - 11.03.2017
20:00 - 22:00

Veranstaltungsort
Haidhauser Literaturbox1 im KiM Kino

Kategorien


Doppel-Lesung mit Christiane Vidacovich und Martin Freund

Die TANTEN VOM VIKTUALIENMARKT + B E R N S T E I N J A H R E

„Lach‘ a bissl‘ – woan‘ a bissl“. 

Christiane Vidacovich, Foto: privat


Unter diesem Motto erzählt Christiane Vidacovich dramatische und komische Geschichten der Tanten vom Viktualienmarkt aus der Sicht einer elternlosen 12-jährigen. Die Geschichten entstammen dem Leben ihrer Tanten in den Nachkriegsjahren. Das echte Leben hinter dem Viktualienmarkt und dem Gärtnerplatz, in den Hinterhöfen und den Kneipen, dem Straßenstrich und was hier sonst noch alles eine Heimat hat. 

Martin Freund, Foto: Paul Theisen, leicht downgesized

Martin Freund begleitet uns auf eine literarische Reise durch die Jahrzehnte. „Bernsteinjahre“ lautet der Titel von seinem aktuellen, im Februar 2016 im Medu-Verlag erschienenen Buch. Es sind sechs Geschichten über Liebe, Freundschaft und Vergänglichkeit aus sechs Jahrzehnten. Sechzig Jahre, lose miteinander verknüpft durch ein Band aus sechs höchst unterschiedlichen Schicksalen: Das sind die „Bernsteinjahre“. Die Zuhörer erwartet eine kurzweilige, aber auch nachdenklich stimmende Lesung.

Weitere Informationen zu Chistiane Vidacovich und die „Tanten vom Viktualienmarkt“
Christiane Vidacovich, Jahrgang 1944, lebt in München. Sie hat zwei sehr unterhaltsame Bücher geschrieben, und zwar über ihre „frühen Jahre“ und danach über die „wilden Jahre“ und dem Leben in München in den 50er bis 70er Jahren.
“ Lach‘ a bissl‘ – woan‘ a bissl …..
Der frühe Viktualienmarkt in München war in den 1950er Jahren die Arbeits- und Genusswelt meiner Tanten. Ich war gerade 12 Jahre alt und verwaist, da wurden sie zu meinen Tanten und ich ein Teil von ihnen, auf diesem Markt der Menschen, der traurigen und komischen Schicksale und der Verhältnisse, wobei gerade „die Verhältnisse“ eine nicht unwesentliche Rolle spielten….“
So beginnt das unterhaltsame Erstlingswerk „Die Tanten vom Viktualienmarkt“ von Christiane Vidacovich.
Der erste Teil  beschreibt die nicht einfache Jugend von Christiane, die nach dem Selbstmord ihrer Mutter als „Waisenkind“ von ihren Tanten, die einen Blumen- und Obst-Stand auf dem Viktualienmarkt hatten, angenommen wurde. Und dabei erfahren wir in einer wunderbaren Sprache, manchmal lustig-listig und manchmal auch derb, wie das Leben in der Nachkriegszeit in München die Leute geprägt hat. Wie es so zuging zu jener Zeit des Wiederaufbaues als jeder versuchte, die Schrecken des Krieges zu vergessen und der Weg ins Leben danach gefunden werden musste. Man hat förmlich das Gefühl, alles selbst mitzuerleben: den Mief der Amtsstuben, den Dunst der Wirtshäuser, die engen Wohnungen und die Treppenhäuser, die nach Kohl und Sauerkraut riechen. Wo sich die alltäglichen und doch so besonderen Anekdoten und Geschichten abgespielt haben. Der deftige Humor der Tanten lässt das manchmal traurige und triste Leben in den 50er Jahren leichter und erträglich erscheinen.

Der zweite Teil „Die wilden Jahre“  hat wieder viel autobiographischen Hintergrund und reicht bis in die 70er Jahre. Nachdem sich Christa – wie sie sich damals nannte – selbst ins Heim eingewiesen hatte, stehen jetzt die Geschichten der Heimbewohner im Vordergrund der Geschichte, was sie dort in ‚den wilden Jahren‘ erlebten und wie das Leben so mehr schlecht als recht weiterging. Christiane hat’s  geschafft das Leben; hat eine Banklehre abgeschlossen, ging danach ein paar Jahre ins Ausland und ist heute eine positiv denkende Frau, die mit beiden Beinen erfolgreich im Leben steht – trotz allem was sie in ihren frühen Jahren durchgemacht hat.
Weitere Infos finden Sie unter: www.dietantenvomviktualienmarkt.de

Weitere Informationen zu Martin Freund und „Bernsteinjahre“:
In fast allen Stories von Martin Freund kämpfen die Personen gegen „innere Dämonen“, überwinden Verdrängtes, das sich Bahn gebrochen hat. „Bernstein, das war immer mein Ideal, meine Traumvorstellung. Bernsteinfarbene Augen, in denen man versinkt, in denen man den Halt verliert und sich nicht mehr wiederfindet.“
So sucht ein Kriegsheimkehrer in den Fünfziger Jahren nach Halt.
Ein Mann, der als Kind den Krieg miterlebt hat entdeckt Jahrzehnte später die Liebe für sich. Die leise Geschichte eines Jungen und seiner ersten großen Liebe wird erzählt. Eine Jugendfreundschaft, die zu Bruch geht. Eine große Reise, die so nie hätte stattfinden dürfen. Und nicht zuletzt ein Mensch, der sein Leben Revue passieren lässt.

Martin Freund, Jahrgang 1966, wuchs im niederbayrischen Landshut auf. Nach einer Keramikerlehre folgte die Ausbildung zum Speditionskaufmann sowie zum Verkehrsfachwirt. Nach etlichen Jahren in Unterhaching bei München ist er seit 2010 im mittelfränkischen Weißenburg zuhause.
Vor „Bernsteinjahre“ erschienen von ihm bereits die beiden Romane „Narbenschmerzen“ im Jahr 2012 und „Eine Bagatelle“ 2013 sowie das Kinderbuch „Mäuserich und Karli“.
Nähere Informationen zum Autor auch unter www.romanautor-wug.de
Martin Freund ist Mitglied im Autoren-Verband Franken.

Die Haidhauser Literaturbox1 ist eine Bühne für Autoren, Kleinverlage und Literaturzeitschriften, die Prosa, Lyrik, Experimentelles, Theatralisches vortragen wollen. Jeden zweiten Samstag im Monat treten zwei Autorinnen und Autoren pro Abend auf und überzeugen durch ihren Vortrag.
 Alle Bewerbungen mit Textproben – max. 20 Normseiten – an Petra Lang, hlb1@maliku.de.

Eintritt: 6,00 €

Das aktuelle Programm plus Archiv finden Sie in den www.literaturseiten-muenchen.de, Suche – Stichwort: „Literaturbox“
Programmänderungen vorbehalten.
Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der Stadt München  

Petra Ina Lang + Hellmuth Lang, Haidhauser LiteraturBox1

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