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Datum/Zeit
Datum - 12.11.2016
14:00 - 18:00

Veranstaltungsort
Literaturhaus Bibliothek

Kategorien


Alle zwei Wochen verschwindet eine Sprache auf unserem Planeten. Was bedeutet das für die globale Kommunikation? Zählt es allein, sich erfolgreich zu verständigen – oder geht mit jeder Sprache auch ein bestimmter Blick auf die Welt verloren? Fragen wie diese beleuchten zwei Vorträge und eine Installation. Zwischendurch performt Hinemoana Baker maorische Songs und Lyrik, und es bleibt genug Raum und Zeit, miteinander ins Gespräch zu kommen. In welcher Sprache auch immer.

14 UHR ERÖFFNUNGSVORTRAG
Mandana Seyfeddinipur leitet das SOAS World Languages Institute in London und forscht über den Gebrauch und die Psychologie von Sprachen, über deren visuelle Aspekte und Gesten. Ihr mit Videos unterlegter Vortrag handelt vom Einsammeln verschwindender Sprachen. Von ihren Lauten, Zeichen, Ressourcen. Und von all dem, was wir über die Menschheit erfahren, wenn wir verstehen, wie sie erzählt.

15.30 UHR KÜNSTLERGESPRÄCH
Der russischstämmige österreichische Maler, Zeichner, Schriftsteller Haralampi G. Oroschakoff mit Wohnsitz in Berlin und
Théoule-sur-Mer erläutert seine Installation Erdrandsiedler. Darin zeigt er kulturelle und sprachliche Vielfalt verschiedener Völker zwischen Russischer Föderation und Osmanischem Reich anhand von Objekten und Bildern.

16.30 UHR IMPULSVORTRAG
Hinemoana Baker kommt aus Neuseeland und war Creative New Zealand’s Berlin Writer in Residence. In ihrem Kurzvortrag Maori spricht die Lyrikerin, Musikerin und Essayistin mit maorischen Wurzeln über die Wiederbelebung einer verbotenen Sprache.

17 UHR PODIUMSGESPRÄCH
Diskussion mit Seyfeddinipur, Oroschakoff und Baker über natürliche Sprachen als kulturelle Ressource.

Künstlerische Begleitung: Hinemoana Baker
Moderation: Elke Schmitter und Hilal Sezgin (Publizistin)
Sprache: Deutsch

Veranstalter: Literaturfest München
Eintritt: Euro: 10.- / 8.-