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Datum/Zeit
Datum - 13.11.2016
12:00 - 18:00

Veranstaltungsort
Literaturhaus Bibliothek

Kategorien


Leben wir im Zeitalter jenseits der Schrift? Wie gehen Sprachen und Denken zusammen? Was bedeutet uns als Einwanderungsland das Konzept der Nationalsprache?
Der zweite Teil des Symposions betrachtet Sprachaspekte aus medienwissenschaftlicher, philosophischer, politischer und künstlerischer Sicht. Dazu gibt‘s Vokalkunst von Barbara Thun, und schließlich lässt Ulrike Draesner das gesamte Symposion Revue passieren.

12 UHR ALLES SCHREIBT, KEINER LIEST
Mails, SMS, Blogs, Chats, Tagebuch oder Literatur: Es wird mehr geschrieben als je zuvor, sagt Jochen Hörisch. Der Medienwissenschaftler analysiert den »schrecklichschönen Überfluss an Diskursen« und fragt, welche Funktion Schreiben, Schrift und Schriftlichkeit haben.

13.15 UHR WIE KOMMT DAS DENKEN IN DIE SPRACHE?
Der Philologe Jürgen Trabant beschäftigt sich u. a. mit Sprachphilosophie, -politik, Sprache und Bild. Er verhandelt die Geschichte und Gegenwart der europäischen Sprachphilosophie, ihre Suche, Erkenntnisse und Irrtümer.

14.30 UHR KÜNSTLERGESPRÄCH
Der russischstämmige österreichische Maler, Zeichner, Schriftsteller Haralampi G. Oroschakoff mit Wohnsitz in Berlin und Théoule-sur-Mer erläutert seine Installation Erdrandsiedler. Darin zeigt er kulturelle und sprachliche Vielfalt verschiedener Völker zwischen Russischer Föderation und Osmanischem Reich anhand von Objekten und Bildern.

15.15 UHR PANEL: WIE SPRICHT EUROPA?
Sebastian Kirf ist Vorsitzender des Deutschen Esperanto-Bundes und leitet Esperanto-Kurse. Der in Sri Lanka geborene deutsche Schriftsteller Senthuran Varatharajah umkreist in seinem Debüt Vor der Zunahme der Zeichen Herkunft und Ankunft, Erinnerung und Vergessen. Moderiert von Hans Peter Kistner debattieren beide mit Ulrike Guérot, Professorin für Europapolitik, Karl Freller, dem stv. Fraktionsvorsitzenden der CSU im Bayerischen Landtag, und Jürgen Trabant über Sprachpolitik in einem Einwanderungskontinent.

17 UHR SPRACHWELT, SPRACHPARADIES, SPRACHMÜLL
Ulrike Draesner reflektiert das Symposion. Die Lyrikerin hat alle Veranstaltungen als Zuhörerin begleitet und resümiert mit Elke Schmitter die Ergebnisse. Sie formuliert Denkanstöße und Erkenntnisse – und verrät vielleicht persönliche Highlights.

Künstlerische Begleitung: Barbara Thun
Moderation: Elke Schmitter und
Hilal Sezgin (Publizistin)
Sprache: Deutsch

Konzeptionelle Mitarbeit: Hans Peter Kistner
Veranstalter: Literaturfest München
Eintritt: Euro 10.- / 8.-