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Datum/Zeit
Datum - 01.06.2016
19:00 - 21:00

Veranstaltungsort
Häusler Contemporary München

Kategorien


Häusler Contemporary München freut sich, einen exklusiven ersten Einblick in das aktuelle Projekt »One Hundred Poets« von Jürgen Partenheimer zu präsentieren. Es basiert auf Partenheimers persönlicher Auswahl von 100 Gedichten, die er in seiner einzigartigen Bildsprache visuell umsetzt. Damit veranschaulicht er die Bedeutung der unterschiedlichen künstlerischen Gattungen in seinem Werk und formuliert gleichzeitig eine Hommage an seine bevorzugten Lyriker.

Jürgen Partenheimer (*1947, München) ist bekannt für seine inhaltliche Interpretation der Abstraktion, die er als »metaphysischen Realismus« bezeichnet und die in einem vielschichtigen Werk von Zeichnung, Malerei, Skulptur und Installation Ausdruck findet. Sammler und Liebhaber seiner Arbeit sind zudem vertraut mit seiner Affinität zur Lyrik und Literatur sowie mit den Schriften des Künstlers. In unserer Ausstellung stellt Partenheimer nun erstmals sein Projekt »One Hundred Poets« vor, das durch den direkten Dialog von bildender Kunst und Dichtkunst entsteht und eine indirekte Würdigung des japanischen Künstlers Hokusei ist, der Anfang des 19. Jahrhunderts ein ähnliches Projekt basierend auf einer berühmten japanischen Gedichtanthologie in Angriff genommen hatte.

Ausgangspunkt von Partenheimers noch unabgeschlossener Werkgruppe aus Zeichnungen und Gemälden bilden einhundert ausgewählte Gedichte von ebenso vielen internationalen Autor/innen. Darunter finden sich bekannte Namen wie etwa Francis Ponge, Paul Celan oder Tomas Tranströmer, aber auch in Europa weniger vertraute Namen, wie Carlos Drummond de Andrade und Du Fu. In seiner neuen Werkgruppe lässt Partenheimer sich von einem jeweils subjektiven, inneren Transformationsprozess leiten, der durch den Impuls der Sprache inspiriert wird. So spiegelt das Bild der Vorstellung die sprachliche Empfindung des Gedichtes und formuliert gleichzeitig in seiner Erweiterung eine Neuschöpfung. Mit seiner abstrakten Formensprache, die sich konkreter Begrifflichkeit stets entzieht, gelingt es dem Künstler, das Unausgesprochene des Geschriebenen sichtbar zu machen.

Unsere Ausstellung ermöglicht so erneut die Erfahrung von Jürgen Partenheimers vielschichtiger Denk- und Schaffensweise und bietet mit rund zwei Dutzend Arbeiten einen exklusiven ersten Einblick in das faszinierende ‚Work in Progress’ von »One Hundred Poets«.

Die Ausstellung Jürgen Partenheimer »One Hundred Poets« Teil 1 läuft vom 12. Mai bis 3. Juni 2016.
Öffnungszeiten: Mittwoch, 14 – 20 Uhr | Donnerstag und Freitag, 14 – 18 Uhr  & täglich nach Vereinbarung.