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Datum/Zeit
Datum - 20.05.2017
19:00 - 21:00

Veranstaltungsort
Tschechisches Zentrum München

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Die 2016 mit dem deutsch-tschechischen Journalistenpreis ausgezeichnete Journalistin und Schriftstellerin Dora Kaprálová liest aus ihrem Berliner Notizbuch (Berlínský zápisník, CZ 2016).

Im Rahmen des 7. Bohemistentreffens.

Dora Kaprálová (*1975) ist Prosaautorin, Publizistin und Featureautorin. Seit mehr als zehn Jahren lebt sie mit ihrer Familie in Berlin. Sie studierte Rundfunk-, TV-Dramaturgie und Drehbuchschreiben an der Janáček Akademie der musischen Künste in Brno. Schon damals schrieb sie Kritiken für die literarische Zeitschrift Host und für Mladá fronta Dnes, wo sie später das Feuilleton (Kunst und Kritik) leitete. Nach dem Studium arbeitete sie mit dem Tschechischen Rundfunk Vltava zusammen, für den sie fast zwanzig Radiofeatures verfasste. Heute führt Dora Kaprálová Interviews, schreibt Reportagen und Bücherrezensionen für verschiedene Print- sowie Onlinemedien, leitet Filmworkshops mit der Filmemacherin Natascha von Kopp und unterrichtet Tschechisch. Seit Mai 2016 arbeitet sie eng mit dem Institut für Slawistik an der Humboldt-Universität Berlin zusammen. Zudem beteiligt sie sich an einem zweijährigen psycholinguistischen Forschungsprojekt über Bilingualität bei Kindern. Für die Bohemisten an der Humboldt-Universität schreibt sie einen regelmäßigen Blog über tschechische Literatur (Glossar von Dora K.) und organisiert und moderiert zweisprachige Autorenlesungen České slovo/Tschechische WortSchätze. 2017 wurde Dora Kaprálová sowohl in der Kategorie Audio als auch mit dem Sonderpreis „Milena Jesenská“ mit dem Deutsch-tschechischen Journalistenpreis 2016 ausgezeichnet.

Sie debütierte mit dem Theaterstück Die Höhen (Výšiny, Větrné mlýny, 2002), es folgte die Novelle Winterbuch über die Liebe (Zimní kniha o lásce, Archa, 2014). 2016 erschien ihr bisher letztes prosaisches Werk Berliner Notizbuch (Berlínský zápisník, Druhé město).

Das Berliner Notizbuch ist aus Texten zusammengestellt, die Kaprálová ursprünglich auf der Website des Schriftstellers und Verlegers Martin Reiner veröffentlichte. Transparent und zerbrechlich, boshaft und spitz – so lassen sich die prosaischen Fragmente, die das Leben Kaprálovás in Berlin skizzieren, umschreiben. Sie gibt Einblick in ihr Leben als Emigrantin und beobachtet auf sensible Art und Weise ihr Umfeld. Diese Eindrücke vermittelt sie in ihren Texten präzise, humorvoll und äußerst poetisch.

Moderation: Zuzana Jürgens

Veranstalter: Institut für Slavische Philologie an der LMU, Tschechisches Zentrum München

Gefördert durch: Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds und Bayerisch-Tschechische Hochschulagentur.