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Datum/Zeit
Datum - 29.11.2015
10:00 - 16:00

Veranstaltungsort
espace

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Und dann und wann ein weißer Elefant …

Dritter Tanz– und-Text–Workshop am Sonntag, 29. Nov. 2015

Ein tierisches Text-&-Tanz-Vergnügen
von und mit Stephanie Groß und Nicola Scheifele

Offen für alle! Keine Vorkenntnisse nötig. Anmeldung auf www.tanzfiliale.de

Schlau wie ein Fuchs, fleißig wie die Ameise, geschwätzig wie ein Papagei, ein Herz wie ein Löwe, Augen wie ein Adler, eine Rampensau, eine Eselei, des Pudels Kern, einen Katzensprung entfernt, eine Rosskur machen, einen Bärenhunger haben – mit Tieren verbinden wir vieles. Und uns verbindet vieles mit ihnen: Mit manchen Tieren teilt der Mensch sogar 80 bis 90 Prozent der Gene. Sie sind uns nah – und doch so fern.
Kein Wunder, dass sie oft als Protagonisten in der Literatur auftauchen – sei es symbolhaft oder als Stellvertreter. So übernimmt schon in der Bibel die Schlange einen sehr wichtigen Part.
Und ob Fuchs, Rabe oder Schaf – die altgriechischen Fabeln sind voll mit Viehzeug aller Art. Im Märchen begegnen uns der böse Wolf oder der Froschkönig und als tierische Boygroup ein Hahn, eine Katze, ein Hund und ein Esel, kurz: die Bremer Stadtmusikanten. Und dann und wann ein weißer Elefant in einem Gedicht …
Was wäre Pippi Langstrumpf ohne ihr Totenkopfäffchen Herr Nilsson und ihr weißes Pferd mit den schwarzen Punkten? Kinder – und auch Erwachsene – lieben Tiere in Büchern, Comics oder Filmen, wo sie gern menscheln dürfen. Wie der Rabe Abraxas der kleinen Hexe, Urmel aus dem Eis, der Enterich Donald Duck, der rosarote Panther, der Delfin Flipper, wie Loriots „sprechender“ Hund, wie Shaun das Schaf oder Serat in Ice-Age – eine Mischung aus Eichhörnchen und Ratte. Selbst in Krimis gibt es Schafe, die als Detektiv ermitteln.
Und alle Jahre wieder geistern Viecher durch die Presse, um das Sommerloch zu füllen: das Ungeheuer von Loch Ness, Problembär Bruno, die Kuh Yvonne oder Krake Paul, das legendäre Fußballorakel.
Die Vielfalt der Tierwelt und ihr Verhältnis zum Menschen inspiriert Schreiber, Schriftsteller und Literaten seit über drei Jahrtausenden.

Der Tanz-Schreib-Workshop „Und dann und wann ein weißer Elefant …“ lädt ein, sich gemeinsam auf eine spannende Safari zu begeben. Um das Tier in mir – oder auch in den anderen – zu entdecken. Tänzerisch und literarisch. Wild und sanft. Lustig und tierisch ernst.
Welches Tier steckt möglicherweise in mir? Was können uns Tiere sagen? Wie bewegen sie sich – alleine und gemeinsam? Oder: Was verbindet uns mit diesen Geschöpfen? Das und einiges mehr wollen wir mit spielerischen Tanz- und Schreibübungen entdecken und zum Ausdruck bringen.
Bücher lesen, Filme schauen, Kultur schlürfen – schön! Aber noch schöner kann es sein, nicht nur auf den Spuren anderer zu wandeln, sondern selbst Spuren zu hinterlassen. Selbst schreiben, tanzen, kreativ sein oder einfach mal was Neues ausprobieren. Oft braucht es nur ein paar Impulse, um zu entdecken, was in uns steckt.
Mit spielerischen Tanzimprovisationen und Lockerungsübungen, die lustvoll ans Schreiben heranführen, kommen Traum-TänzerInnen und heimliche AutorInnen in Schwung. Indem sie mit flottem Schritt Neues wagen und spüren, was zum Ausdruck kommen will.

Workshop-Inhalte

  • Tanzen, Schreiben und Entspannen
  • die Lust an der eigenen Kreativität (wieder)entdecken
  • spielerisch zum eigenen Ausdruck finden
  • neue Impulse bekommen
  • Schritte wagen, Worte finden
  • über tänzerische Impulse zum Schreiben kommen – und umgekehrt
  • Tanzimprovisationen und Schreibübungen

Mitbringen

  • lockere Kleidung
  • Schläppchen oder Socken
  • Neugier und Experimentierfreude

Die Dozentinnen

Stephanie Groß, Jahrgang 1966, ist Leiterin der Tanzfiliale Holzkirchen, Tänzerin, Tanzpädagogin und Klinikclown in München.
„Mein Anliegen ist es, die Menschen im Körper und im Kopf zu bewegen. In meinen Tanzstunden, während meiner Arbeit als Klinikclown und wenn ich mit meinen eigenen Stücken auftrete. Ich möchte Bewegungsimpulse setzen, inspirieren und Mut machen, der eigenen Fantasie freien Lauf zu lassen. Mein Ziel ist es eine Plattform zu schaffen, auf der wilde Ideen Platz haben, frei von ‚das macht man nicht’, von gesellschaftlichen Gedankengrenzen – dort, wo eine ‚unbandige’ Freiheit in den Gedanken wohnt, wo die Fantasie lebendig wird.“ www.tanzfiliale.de, stephie@tanzfiliale.de

Nicola Scheifele, Jahrgang 1960, ist mit ihrem Pressebüro allWrite als Journalistin, Autorin und Bloggerin in München tätig. „Wer nichts macht, kann auch nichts falsch machen – aber auch nichts richtig. Paradoxerweise geht es beim kreativen Schreiben zunächst weder um das eine noch um das andere. Mir liegt vor allem daran, überhaupt etwas zu gestalten, statt nur zu konsumieren. Meine Erfahrung ist: Erst wer angefangen hat, selbst zu schreiben, kann es ermessen, was in einem Buch oder Text steckt. Aber noch viel wichtiger ist, dass schon das Tun alleine viel Freude bringt.“
http://about.me/nicola.scheifele, www.paperazza.de

„Beim gemeinsamen Spiel mit Text und Tanz haben wir entdeckt, wie sich beide Ausdrucksformen befruchten können. Wir wissen, wie wichtig es ist, sich selbst zu spüren und die eigenen Gefühle und Gedanken auch auszudrücken — sei es mit dem Körper oder durch niedergeschriebene Worte. Diese Erfahrung möchten wir in unseren Text-Tanz-Workshops allen vermitteln, die eine Quelle für mehr Inspiration im Alltag suchen.“