[LiSe 05/22] Jung und schreibend (Folge 9): Abhängigkeit und Machtmissbrauch

Annika Domainko lässt den Täter sprechen

Von Ursula Sautmann

Es ist erst wenige Wochen alt, das Debüt von Annika Domainko mit dem Titel „Ungefähre Tage“, erschienen im Verlag C.H.Beck. Die Münchner Autorin hat es beim Festival Wortspiele im März im Ampére vorgestellt, Lesungen bestritten und Interviews gegeben. Sie hat Beachtung gefunden, und das aus gutem Grund. (mehr …)

[LiSe 05/22] DOK.fest: Literaturfilme

Im Rahmen des 37. DOK.fest München werden auch Literaturfilme zu sehen sein.

Samstag, 7. Mai, 21.00 Uhr: Deutsches Theater / Silbersaal
Sonntag, 8. Mai, 17.00 Uhr: Literaturhaus
Susanna Tamaro unplugged
Italien 2021, Katia Bernardi, 73 Min., OmeU.
Susanna Tamaro ist Bestsellerautorin und Einzelgängerin. Einblicke in ein selbstbestimmtes Leben. In Kooperation mit dem Literaturhaus München. (mehr …)

[LiSe 05/22] Empfehlungen: Buchtipps aus erster Hand

Die Mitarbeiter*innen der Münchner Stadtbibliotheken empfehlen für den Monat Mai diese Neuerscheinungen:

Heidi Pitlor: Die Heldin der Geschichte
Eichborn

Die Ghostwriterin Allie bringt sich und ihren Sohn Cass gerade so durch. Von ihrem Idealismus in Bezug auf Mutterschaft und feministische Erziehung musste sie sich längst verabschieden zu Gunsten der pragmatischen Frage, wo eigentlich die Miete für den nächsten Monat herkommen soll. Doch dann ergattert sie einen hochkarätigen Auftrag: Sie soll ein Buch für die bekannte feministische Aktivistin Lana schreiben. Die ist ebenfalls Mutter, kennt jedoch keine wirtschaftlichen Nöte. Die Zusammenarbeit der beiden ungleichen Frauen birgt ungeahnten Zündstoff. Ein brillanter Roman über Idealismus und Privilegien, über Mutterschaft und Autonomie. (mehr …)

[LiSe 05/22] Rezension: Das Jahr ohne Sommer

Das neue Buch von Timo Feldhaus spiegelt die gesellschaftlichen Zustände am Ende der Napoleonischen Zeit.

Von Stefanie Bürgers

1816 in Europa, ein Jahr ohne Sommer. Das Jahr zuvor war auf einer der Inseln Indonesiens ein Vulkan ausgebrochen und das wirkte weltweit nach. Im Sommer fällt Schnee. Die Tage bleiben dunkel. Die Ernte fällt aus. Hungersnöte sind die Folge. In dieser Zeit sucht Mary Godwin – nach der Heirat wird aus ihr Mary Shelley werden – ihren Weg, beladen mit dem fordernden Vermächtnis der Mutter, einer überzeugten Feministin. (mehr …)