[LiSe 05/22] Ausstellung: Nikolaus Heidelbach – Originale

19. Mai bis 31. Juli 2022

Er ist einer der großen Buchkünstler der Gegenwart: Nikolaus Heidelbach, Autor und Illustrator preisgekrönter Bilderbücher und Schöpfer ikonischer Buchcover, stellt Originale aus zwanzig Jahren künstlerischem Schaffen aus – erstmals in München. Zu sehen sind seine prachtvollen, zugleich beunruhigenden Märchenbilder, dazu Kinderbücher und faszinierende Einzelblätter voll schwebend hintergründiger Details.

Literaturhaus, Salvatorplatz 1
Montag bis Sonntag 11-18 Uhr
Eintritt: 5/3 Euro

Aufruf zum WORTMELDUNGEN-Förderpreis 2022

WORTMELDUNGEN VON NACHWUCHSAUTOR:INNEN GESUCHT!

Die Crespo Foundation ruft junge Autor:innen dazu auf, sich für den mit insgesamt 15.000 Euro dotierten WORTMELDUNGEN-Förderpreis zu bewerben. „Schiffe vor Anker, Autos auf Parkplätzen, aber ich bin diejenige, die kein Zuhause hat.“ Wie lassen sich Flucht, Exil und Heimatlosigkeit in Worte fassen? lautet die Fragestellung, die in diesem Jahr von Volha Hapeyeva, Trägerin des WORTMELDUNGEN-Literaturpreises 2022, formuliert wurde.

Nachwuchsautor:innen sind aufgefordert, darauf literarisch und kritisch mit einem noch unveröffentlichten deutschsprachigen Kurztext (Essay, Rede, kurze Prosa, Erzählung) von 9.000 bis 20.000 Zeichen Länge zu antworten. Bewerben können sich Autor:innen bis 30 Jahre, die noch keine eigenständige literarische Buchpublikation (betrifft auch E-Books) verfasst haben. (mehr …)

[LiSe 04/22] Ein Netzwerk aus Kunstschaffenden

Einblicke in die Ausstellung „Beziehungsstatus: Offen.“ im Zeppelin Museum, Friedrichshafen

Von Michael Berwanger

Natürlich könnte man die Berichterstattung über eine Ausstellung zum Thema Literatur und Kunst am Bodensee mit einer prominenten Person beginnen. Wie etwa Erika Mann, die 1926 mit ihrem Kurzzeitgatten Gustav Gründgens zu Flitterwochen im Kurhotel Friedrichshafen abgestiegen war und sich langweilte, wie zu lesen ist. Oder mit Golo Mann, der in Salem ins Internat ging und deutlich mehr von der ländlichen Idylle angetan war. Aber sind nicht Entdeckungen über weniger bekannte Künstler*innen viel reizvoller? Beispielsweise Grete Jehly. Die Vorarlberger Schriftstellerin, die ihre meiste Zeit in München verbracht hatte, lebte zwischen 1906 und 1923 mit ihrem Mann, dem Maler und Karikaturisten Olaf Gulbransson, zeitweise in Bregenz. Dort lernte sie den Maler Rudolf Wacker kennen. Mit diesem wiederum teilte das Ehepaar die Freundschaft zu den Schriftstellern Hermann Hesse und Emanuel von Bodman, die sich ebenfalls am Bodensee – allerdings auf der Schweizer Seite – niedergelassen hatten. (mehr …)

[LiSe 04/22] Kolumne: Parasiten-Bücher

Das Schöne an Ana Ivanovic ist ihr offenes Lächeln, etwas übermütig und ganz ohne Kunsthonig. Sie steht auf den Fotos der Champagner-Buch-Präsentation in einem Berliner Nobelhotel von „Einer von Euch“ neben dem Olivenbauern Martin Suter, der neben dem Bauernbuam von der Oberaudorfer Schweinsteige in die Kamera grinst. Der Kriminalschriftsteller und frühere Werbetexter aus der Schweiz hat den ehemaligen Fußballer Sebastian Schweinsteiger befallen, ausgefragt und ausgesaugt und ein ziemlich mittelmäßiges Buch, einen „Biographischen Roman“ verfasst, der nahezu einhellig verrissen wurde, schade um Ana. (mehr …)

[LiSe 04/22] Lyrische Kostprobe: Peruanische Einsichten

Patricia Colchado, 1981 in Chimbote, Peru, geboren, ist Lyrikerin und Kinderbuchautorin. Neben der Literatur sind Tanz und Zeichnen ihre großen Leidenschaften.

Verheißener Garten

Wo bist du in all dieser Zeit gewesen?
Ich umarme ihn während ich aufhöre zu staunen.
Sein erstes Lächeln
seit der Verwüstung unserer Dörfer.
In den Eingeweiden dieses Blumen-Kindes
verkümmert der Samen einer schändlichen Vergangenheit. (mehr …)