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Datum/Zeit
Datum - 26.06.2015
19:30 - 22:00

Veranstaltungsort
MLB

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Es liest Elena Schelhas

Das verschenkte Kind.

Der Roman über Liebe, Verlust, Verrat und Hoffnung beschreibt das Leben Livias, eines Bauernmädchens aus Siebenbürgen.

Als im Dorf der Chaos der Enteignung und Verstaatlichung der Ländereien beginnt, greift die Polizei mit ungeahnter Härte die Bauern an, die nicht freiwillig ihre Unterschrift unter der Enteignungspapiere setzen. Sie werden von Ceausescus Securitate unterstützt.

In diesen turbulenten Zeiten wird Livia an die Familie ihres Onkels “verschenkt”.

Vierzig Jahre später kehrt sie in ihr Dorf zurück und lässt ihr Leben und all die historischen Ereignisse, die es geprägt hatten, Revue passieren. Damals 1960, hatte der ehrgeizige Vizepräsident der Kommunistischen Partei, N. Ceausescu die Vision, aus Rumänien, dass zu 70% Agrarland war, ein mächtiges Industrieland zu machen. Er trieb die Kollektivierung des Landes voran und stützte sich dafür auf die Securitate, deren Macht ständig stieg. Sie bediente sich brutaler Methoden, die das Leben vielen Familien zerstörte. All die, die sich gegen die Kollektivierung und Enteignung wehrten, wurden verschleppt, gar erschossen.

In ihrer neuen Familie begegnen Livia Gefühlskälte und Härte.

Sie verliebt sich in Dorian, der bei seinem Großvater, in ihrer Nachbarschaft lebt. In dieser Zeit suchte die Securitate in Schulen, nach Kindern, die sie schulten für ihre Nachfolge und Zwecke.

Dorian wurde von seinem Großvater in asiatische Kampfkunst trainiert, deswegen nahm ihn die Securitate mit nach Bukarest und trainierte ihm für den Sicherheitsdienst von N. Ceausescu, der mittlerweile Präsident der Republik wurde. Im Dezember 1989 wird Dorian an dessen Sturz eine Rolle spielen.

Livia verließ die Stadt und arbeitete als Reiseleiterin in den Karpaten und am Schwarzen Meer. Sie heiratee einen Deutschen und zog nach Hamburg. Sie hielt nur sporadisch Kontakt zu ihren Geschwistern und kehrte, ergraut, nach fast vierzig Jahren, wieder im Dorf ihrer Kindheit zurück, nachdem sie ein Telegramm erhalten hatte. Es wurde darin um Aussprache gebeten, um Verzeihung und Vergessen

Münchner Literaturbüro, Milchstraße 4