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Datum/Zeit
Datum - 12.09.2015
20:00 - 22:00

Veranstaltungsort
KiM Kino im "Einstein Kultur"

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29. Haidhauser Literaturbox1 mit den Autoren Beate Gruhn und Hubert M. Schießl.

Der Roman “Der letzte Buchstabe” von Beate Gruhn ist die Geschichte einer jungen Ärztin, die den Nazis auf den Leim geht und lange alle Warnungen ignoriert.

Hubert M. Schießl, der zweite Autor des Abends, widmet sich mit „Winterland“ der Verbannung des römischen Autors OVID.

Beate Gruhn, Foto privat

Beate Gruhn, Foto privat

Beate Gruhn beschreibt in “Der letzte Buchstabe” ein Frauenschicksal im München der 20-er Jahre, die Nazizeit, den Krieg bis zum Zusammenbruch. Elise, so heißt die Protagonistin, studiert gegen den Willen des Vaters Medizin. Sie ist eine starke, intelligente und gutherzige Frau, die ihr Engagement für Mütter, Frauen und Mädchen in den Dienst der Nazis stellt. Mit ihren Vorträgen gewinnt Elise endlich die ersehnte Wertschätzung. Sie erkennt lange nicht, was eigentlich los ist. Sie begegnet dem geheimnisvollen Zett, mit dem sie schnell ein gegenseitiges Verständnis verbindet. Gleichzeitig verliebt sie sich in den Verführer Frederik. Die Liebe zerbricht jedoch dramatisch.

Die Sprache von Beate Gruhn ist klar, und die Story, die den Aufstieg einer Verblendeten und zugleich einer Kämpferin für den eigenen Lebensweg innerhalb einer menschenverachtenden Zeit schildert, macht nachdenklich: was hätte der Leser gemacht?

Beate Gruhn wurde in Wiesbaden geboren und arbeitete lange als MTA in der Forschung am Universitätsklinikum München. Sie hat erst spät mit dem Schreiben begonnen, hat Erzählungen und Gedichte veröffentlicht. Und nun den Roman, für den sie lange recherchiert hat. Der Münchner Merkur (Sta) schreibt: “… in schlanker Sprache und so zielstrebig erzählt, dass sie sich keine Rückblicke erlaubt …” Und die SZ (Sta) lobt: “… die Geschichte bleibt spannend und liest sich gut”. BR5 aktuell hat die Autorin vorgestellt: “Das einfühlsame Portrait einer Frau zwischen den Fronten.”

Hubert M. Schießl, Foto privat

Hubert M. Schießl, Foto privat

Hubert M. Schießl widmet sich mit „Winterland“ der Verbannung des römischen Autors OVID. P. Ovidius Naso, einer der bedeutendsten Dichter der römischen Antike, lebte von 43 v. bis 17 oder 18 n. Chr.

Nach glücklichen und erfolgreichen Jahren als gefeierter Mittelpunkt des literarischen Lebens der Hauptstadt fiel Ovid beim Kaiser Augustus in Ungnade und wurde noch während der Arbeit an seinem wichtigsten Werk, den Metamorphosen (Verwandlungen), im Jahre 8 n. Chr. nach Tomi am Schwarzen Meer in den hintersten Winkel des Reiches verbannt.

Der aus Regensburg stammende Autor Hubert M. Schießl stellt in dem Roman „Winterland“ das Exil Ovids dar, die Isolation und Entfremdung eines der größten und poetischsten Dichter, dessen bedeutende Werke heute immer noch präsent sind.

„Ihre Rekonstruktion aus überlieferten, freilich oft ihrerseits literarisch vermittelten Tatsachen und auf Ihrer Phantasie beruhenden fiktiven Elementen ergibt ein bewundernswertes Ganzes. Die Erzählung ist so geschickt komponiert, dass der Leser nicht vor dem Schluss entlassen wird“ schreibt Albert von Schirnding.

„Das Buch Schießls lohnt sich ohne Zweifel zur interessanten Lektüre, aber auch um eine Schulstunde über die Gestalt eines großen Dichters vorzubereiten. Es sollte zudem besonders interessierten Lateinschülern und –schülerinnen zur privaten Hauslektüre empfohlen werden.“ (Klaus Westphalen in Forum Classicum, 2014, H.4)

Die Haidhauser Literaturbox1 ist eine neue Bühne für Autoren, Kleinverlage und Literaturzeitschriften, die Prosa, Lyrik, Experimentelles, Theatralisches vortragen wollen. Jeden zweiten Samstag im Monat treten zwei Autorinnen und Autoren pro Abend auf und überzeugen durch ihren Vortrag. Alle Bewerbungen mit Textproben – max. 20 Normseiten – an Petra Lang, hlb1@maliku.de.

Eintritt:  5,00 €

Das aktuelle Programm finden Sie in den www.literaturseiten-muenchen.de, Suche – Stichwort: “Literaturbox”

Programmänderungen vorbehalten.

Haidhauser Literaturbox1 im KiM Kino im “Einstein Kultur”, 81675 München, Einsteinstr. 42, UG, U4/U5 Max-Weber-Platz, Tram 15, 18, 19, 25, N17, N19, X30 (z.ZT. Bauarbeiten)

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der Stadt München