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Datum/Zeit
Datum - 05.03.2016
20:00 - 22:00

Veranstaltungsort
Haidhauser Literaturbox1 im KiM Kino

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  1. Haidhauser Literaturbox1 am Samstag, 05. März 2016

Am Samstag, 05. März 2016, 20 Uhr, öffnet zum 35. Mal die Haidhauser Literaturbox1 im KiM Kino im Einstein Kultur, Einsteinstr. 42 mit Ingeborg Struckmeyer und Renate Ahrens.

Renate-Ahrens-Foto-David Maupilé

Renate Ahrens, Foto: David Maupilé

Renate Ahrens wird aus ihrem brandneuen Roman mit dem Titel “Das gerettete Kind” lesen. Am 1. März 2016 erscheint der Roman im Droemer Verlag.
Darin geht es um die Geschichte dreier Generationen einer jüdischen Familie in Dublin: die aus Hamburg stammende Großmutter Irma kam 1939 mit einem Kindertransport nach England und weiter nach Nordirland. Fortan weigert sie sich, über Deutschland zu reden und verbannt alles Deutsche aus ihrem Leben. Auch ihre Tochter Leah findet keinen Zugang zu ihr. Erst als sich Irmas Enkelin Rebecca in einen deutschen Studenten verliebt und sie an dem Familien-Tabu rüttelt, beginnt Irma zu erzählen: Von ihrer Kindheit, ihrer damaligen besten Freundin und von einer Schuld, die sie auf sich lud. Und langsam verändern sich die Beziehungen der drei Frauen.

Ingeborg Struckmeyer, Foto-Andrea Lösch

Ingeborg Struckmeyer, Foto: Andrea Lösch

Ingeborg Struckmeyer liest aus den beiden Mordsgeschichtenbänden: „Todesschreie“ und „Todesängste“. . Sie überrascht mit den Wendungen in ihren Geschichten den Leser immer wieder. Die Verstrickungen in zwischenmenschlichen Beziehungen nutzt sie raffiniert zum Spannungsaufbau und zur Eskalation. Sie schreibt knapp, prägnant und trocken. Es sind Geschichten, die sich so nah an der Wirklichkeit befinden, dass wir glauben, “sie würden in unsererer Nachbarschaft spielen und die Protagonisten der Geschichten wären uns seltsam vertraut”, schreibt der Geest-Verlag. Der Band „Todesängste“ mit 19 Kurzgeschichten bietet dem Leser spannende Unterhaltung, verlangt ihm allerdings stellenweise auch gute Nerven ab.

Weitere Informationen über die Autorinnen:

Ingeborg Struckmeyer ist im Ruhrgebiet geboren und aufgewachsen. Nach Abschluss ihres Studiums in Münster und Köln war sie als Diplom-Bibliothekarin tätig. Seit 2004 lebt sie als Autorin in München. In den letzten Jahren erhielt sie mehrere Kurzgeschichten- und Kurzkrimipreise. Sie hat das Märchen „Die gläserne Prinzessin“ sowie drei Kurzkrimibände veröffentlicht: „Tödliche Rache“, „Todesschreie und Todesängste“. Gemeinsam mit Friedlind Lipsky schrieb sie unter dem Pseudonym Frida Mey die beiden schwarzhumorigen Kriminalromane „Manchmal muss es eben Mord sein“ und „Radieschen von unten“.

Renate Ahrens wurde in Herford geboren, studierte Anglistik und Romanistik in Marburg, Lille und Hamburg. 1986 zog sie mit ihrem Mann nach Dublin und begann als freie Autorin zu arbeiten. Sie schreibt in deutscher und englischer Sprache. Zunächst verfasste sie Texte für den Kinderfunk, Drehbücher fürs Kinderfernsehen und Reisefeatures. Seit 1998 veröffentlichte sie zahlreiche Kinderbücher, zuletzt erschien: „My crazy family. Hilfe, Conor kommt!“, eine deutsch-englische Patchwork-Familiengeschichte (2013).

Für ein erwachsenes Publikum schrieb sie die Romane: „Das gerettete Kind“ (2016), „Seit jenem Moment“ (2013), „Ferne Tochter“ (2012), „Fremde Schwestern“ (2011), „Zeit der Wahrheit. Ein Südafrika-Roman“ (2003, Wiederauflage 2015) und „Der Wintergarten“ (2001, Wiederauflage 2014), die Theaterstücke: „Schirokko“ (2008), „Der Nachlass“ (2002) und „When the Wall Came Down“ (1998, dt. „Mütter-Los“, 2001), sowie das Hörspiel: „Back to Berlin“ (1991).

Über „Ferne Tochter“ hieß es in NDR Kultur: „Renate Ahrens erzählt (…) von Menschen, deren Leben aus den Fugen gerät, Menschen auf der Suche nach ihrer Identität, Menschen, die lernen müssen, sich in einer veränderten Welt zu behaupten.“

Und das Schweizer Radio DRS3 urteilte: „Fremde Schwestern“ ist ein Buch für EcholiebhaberInnen: Dieses Buch hallt lange nach. Renate Ahrens’ Roman zeigt meisterlich, dass eine Geschichte nicht nur gut sein muss, sondern auch die richtige Erzählform braucht: dann geht sie durch Mark und Bein.“

Das Werk von Renate Ahrens wurde mehrfach ausgezeichnet. Lesereisen führten sie durch Deutschland, Irland, die Schweiz und Nordamerika. Sie lebte 1996-97 in Kapstadt und 2002-03 in Rom, seitdem wieder in Dublin und Hamburg. Renate Ahrens ist Mitglied des PEN-Zentrums deutschsprachiger Autoren im Ausland.

Die Haidhauser Literaturbox1 ist eine Bühne für Autoren, Kleinverlage und Literaturzeitschriften, die Prosa, Lyrik, Experimentelles, Theatralisches vortragen wollen. Jeden zweiten Samstag im Monat treten zwei Autorinnen und Autoren pro Abend auf und überzeugen durch ihren Vortrag.
Alle Bewerbungen mit Textproben – max. 20 Normseiten – an Petra Lang,  hlb1@maliku.de.

Eintritt: 5,00 €

Programmänderungen vorbehalten.

Haidhauser Literaturbox1 im KiM Kino im “Einstein Kultur”, Einsteinstr. 42, UG

81675 München, U4/U5 Max-Weber-Platz, Tram 15, 18, 19, 25, N17, N19, X30

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der Stadt München

Dr. Uwe Kullnick schneidet Teile der Sendung mit, sie ist zu hören in:

http://literatur-radio-bayern.de/

Petra Ina Lang, Haidhauser Literaturbox1