Lade Karte ...

Datum/Zeit
Datum - 08.10.2016
20:00 - 22:00

Veranstaltungsort
Haidhauser Literaturbox1 im KiM Kino

Kategorien


40. Haidhauser Literaturbox1 am Samstag, 8. Oktober 2016, 20 Uhr

Doppelmord, geheime Wächter und Handschriften-Diebstahl in guter Gesellschaft

Am Samstag, 08. Oktober 2016, 20 Uhr, öffnet zum 40. Mal die Haidhauser Literaturbox1 im KiM Kino im Einstein Kultur, Einsteinstr. 42 – Nähe Max Weberplatz- mit Gabrielle Alioth und Leon Sachs

Gabrielle Alioth, Foto: Silvia Wiegers

Gabrielle Alioth, Foto: Silvia Wiegers

Gabrielle Alioth liest aus ihrem gerade 2016 im Lenos Verlag, Basel, erschienenen Roman “Die entwendete Handschrift”. Es ist nicht nur ein spannender Krimi, sondern auch ein entblößendes Sittengemälde des selbstbezogenen Basler Patriziats. Die in Basel geborene Autorin Gabrielle Alioth verknüpft Familiengeschichten und Wissenschaftsdispute zu einem packenden Roman über menschliche Eitelkeiten. Sie erzählt straff und pointiert von Ehrgeiz, Kälte und Lügen, von Fassaden, Standesgrenzen und Abgründen, von einem Handschriften-Diebstahl und einer kühnen Fälschung. Im Mittelpunkt des Geschehens steht Laura, die viel Ähnlichkeit mit ihrer Autorin hat, und nicht zuletzt diese Doppelungen machen Gabrielle Alioths neuen Roman zum flirrend spannenden Leseabenteuer.

Sachs, Leon_Copyright Klaudius Dziuk

Sachs, Leon_Copyright Klaudius Dziuk

Leon Sachs präsentiert seinen 2016 im Kölner Emons Verlag erschienen Thriller „Falsche Haut“. Wer es eher gemütlich mag, ist bei Leon Sachs definitiv an der falschen Adresse. Selten wurde ein Thriller aus Deutschland mit einer derart kompromisslosen Geschwindigkeit erzählt wie das Debüt des Kölner Journalisten, der seine Leser mit genüsslicher Grausamkeit von einem Cliffhanger zum nächsten jagt. Im Zentrum der Geschichte steht eine groß angelegte Verschwörung, die ihren Ursprung in der deutsch-französischen Geschichte und in der Zeit des Zweiten Weltkriegs hat. Ein zu allem entschlossener Geheimbund lässt dem Leser das Blut in den Adern gefrieren, und das unausweichliche Finale mit dreifachem Showdown raubt ihm den Atem.

Weitere Informationen zu Gabrielle Alioths Buch „Die entwendete Handschrift“:
Am Morgen des 16. April 2015 wird der angesehene Mittelalterhistoriker Richard Merak im Konstanzer Inselhotel tot aufgefunden. Er hätte an diesem Tag den Hauptvortrag an der Tagung zur 600-Jahrfeier des Konzils von Konstanz halten sollen. Seine Beerdigung bringt Laura nach fünf Jahren in ihre Heimatstadt Basel zurück und zwingt sie, sich noch einmal mit ihrem früheren Leben als Meraks Ehefrau und dem selbstbezogenen Basler Patriziat auseinanderzusetzen. Dabei stößt sie auf Widersprüche zwischen der wissenschaftlichen Arbeit ihres Mannes  und den Erkenntnissen seines erfolglosen Rivale Hans Peterson vom Basler Staatsarchiv, der einige Monate zuvor im Rhein ertrunken ist.
Laura beginnt den Gründen für die unterschiedlichen Einschätzungen der beiden Historiker nachzuspüren, wobei deren gemeinsames Forschungsinteresse den Ausgangspunkt ihrer Recherchen bildet: das Leben und Wirken des um 1355 in Konstantinopel geborenen Manuel Chrysoloras, des Verfassers der ersten griechischen Grammatik für Nicht-Griechen, der während des Konzils in Konstanz starb.  Bald kommt Laura zum Schluss, dass zwischen dem Dissens der beiden Historiker und den Todesfällen eine Verbindung bestehen muss. Sie verfängt sich in einem Netz von Heimlichkeiten und wird selbst zur Verdächtigen.

Gabrielle Alioth ist in Basel geboren. Sie war als Konjunkturforscherin und Übersetzerin tätig, bevor sie sich dem Schreiben zuwandte. Sie schreibt Romane, Kurzgeschichten, Essays sowie Reisebücher und Theaterstücke. Daneben ist sie journalistisch tätig und unterrichtet an der Hochschule Luzern. 1990 publizierte sie ihren ersten, preisgekrönten Roman „Der Narr“. Es folgten zahlreiche weitere Romane, zuletzt „Die griechische Kaiserin“, 2011. Seit 1984 lebt Gabrielle Alioth in Irland.

Weitere Informationen zu Leon Sachs Buch „Falsche Haut

Durch die akribische Feinarbeit, mit der Sachs die historischen Hintergründe seines Plots recherchiert hat, gelingt ihm eine durch und durch glaubwürdige Erzählung, deren düstere Atmosphäre sich zur Beklemmung steigert. Denn immer wieder sieht sich der Leser mit der Frage konfrontiert, ob die Geschehnisse tatsächlich nur der Phantasie des Autors entspringen oder ob eine derartige Unterwanderung eines modernen Staates tatsächlich möglich wäre. Bedrohlich schnell, brillant erzählt und bestens recherchiert: Mit arrivierten Thriller-Profis à la Dan Brown kann sich dieser Autor – nicht nur sprachlich – mit Leichtigkeit messen. 

Leon Sachs heißt im wahren Leben Marc Merten. Nach dem Abitur in seiner Heimat Köln studierte er im schweizerischen Fribourg Medienwissenschaften. Nach einigen Jahren im Beruf als PR- Berater hängte er ein Diplom in Theologie und Religion an der englischen Universität Durham an. Heute lebt und schreibt der Journalist wieder in Köln. 

Die Haidhauser Literaturbox1 ist eine Bühne für Autoren, Kleinverlage und Literaturzeitschriften, die Prosa, Lyrik, Experimentelles, Theatralisches vortragen wollen. Jeden zweiten Samstag im Monat treten zwei Autorinnen und Autoren pro Abend auf und überzeugen durch ihren Vortrag.
Alle Bewerbungen mit Textproben – max. 20 Normseiten – an Petra Lang, hlb1@maliku.de.

Dr. Uwe Kullnick schneidet Teile der Sendung mit, sie ist zu hören in:
http://literatur-radio-bayern.de/

Das aktuelle Programm plus Archiv finden Sie in den www.literaturseiten-muenchen.de, Suche – Stichwort: “Literaturbox”

Programmänderungen vorbehalten.

Haidhauser Literaturbox1 im KiM Kino im “Einstein”, Einsteinstr. 42, UG
81675 München, U4/U5 Max-Weber-Platz, Tram 15, 18, 19, 25, N17, N19,

Mit freundlicher Unterstützung des Kulturreferats der Stadt München LOGO-kulturref

Eintritt: sensationelle 5,00 €

Petra und Hellmuth Lang