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Datum/Zeit
Datum - 13.07.2020
19:00 - 21:00

Veranstaltungsort
Seidlvilla

Kategorien


Nachdem der Begriff „Machtgefühl“ eine zentrale Rolle im Hintergrund von ‚Morgenröthe‘ gespielt hat, fasst Nietzsche seine Anwendungsbereiche und Merkmale im Aphorismus 13 von der Fröhlichen Wissenschaft zusammen: „Zur Lehre vom Machtgefühl“, so heißt es dort. Mit diesem Wendepunkt befindet sich Nietzsche schon auf dem Weg einer umfassenden „Lehre“, obwohl vom berühmteren „Willen zur Macht“ noch nicht die Rede ist.

David Simonin (Paris) verfolgt mit seinem Vortrag vier Ziele: einen Kommentar zum Aphorismus und eine Interpretation der anfänglichen Aphorismenkette der Fröhlichen Wissenschaft zu geben, zur textgenetischen Analysen zu führen, dank derer die Entwicklung des Denkens im Laufe der Textänderungen besser zu verstehen ist sowie davon ausgehend eine allgemeine Darstellung des „Machtgefühls“ zu geben, das vor dem „Willen zur Macht“ entstand, und das durch diesen nie völlig ersetzt wurde.

Was heißt es also, eine Macht zu sein oder sich mächtig, bzw. ohnmächtig zu fühlen? Wie kann man sich mächtig fühlen? Kann man sich mächtig fühlen, ohne mächtig zu sein? Der subjektive Faktor des Gefühls, sei es im körperlich-affektiven oder im mentalen Sinne des Wortes, steht im Kern des Machtverständnisses in den Texten Nietzsches. Die Fröhliche Wissenschaft Aph. 13 soll hier als Beispiel dienen und als Eingangstor fungieren.

Eintritt Mitglieder 5, Gäste 10 Euro

Veranstalter: Nietzsche-Forum München e.V.