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Datum/Zeit
Datum - 03.03.2022
19:00 - 20:30
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Veranstaltungsort
Stiftung Lyrik Kabinett

Kategorien


Moderation: Marie Schmidt

Mit freundlicher Unterstützung von Bayern liest e.V.
Präsenzveranstaltung: € 8 / € 6; Mitglieder: freier Eintritt
Nur mit Anmeldung: info@lyrik-kabinett.de. Es gilt die 2G-Regel. Bitte informieren Sie sich über die geltenden Zugangsregelungen.
Veranstaltung zum Nachhören: kostenfrei auf www.dichterlesen.net.

„was das / war die zukunft und wie wir sie / zurückgewinnen“ – triftiger kann man eine der drängendsten Fragen der Gegenwart kaum formulieren: Wie die Zukunft zurückgewinnen, angesichts von Klimabedrohung oder der zähflüssigen pandemischen Gegenwart? Albert Ostermaiers Gedichte begegnen den vielfachen Zumutungen und Bedrückungen unserer Zeit mit differenzierter Beobachtungsgabe und verletzlicher Sensibilität, aber oft auch mit erfrischender Aufmüpfigkeit („die welt ist aus den fugen du / aber sagst wir fügen uns nicht“) und ansteckender Lebensfreude. Insbesondere entwirft er eine neue Arithmetik der Liebe, die nicht nur die Gesetze der Mathematik außer Kraft setzt. Albert Ostermaier, 1967 in München geboren, veröffentlicht seit den 1980er Jahren Gedichte und Theaterstücke. Ansehen erlangte der vielfach ausgezeichnete Autor auch als Künstlerischer Leiter verschiedener Festivals, etwa 2006 und 2008 beim Internationalen Brecht-Festival in Augsburg. Ostermaier ist Torwart der deutschen Autorennationalmannschaft und seit Mitte 2007 Kurator bei der DFB-Kulturstiftung. Zuletzt erschienen von ihm: Über die Lippen. Gedichte (2019), Außer mir. Gedichte (2014), Flügelwechsel. Fußball-Oden (2014). Marie Schmidt, geboren 1983, arbeitete vier Jahre als Redakteurin bei der Zeit und ist seit 2018 Literaturredakteurin bei der SZ; sie gehörte bereits diversen Jurys an und erhielt selbst den Deutschen Reporterpreis 2018 und den Alfred-Kerr-Preis für Literaturkritik 2019.


arithmetik

du sagst du und ich
kann eins und eins
nicht zusammen
zählen bis zwei
teile ich mit dir
das eine als uns

Albert Ostermaier, aus: Teer. Suhrkamp 2021, S. 22.