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Datum/Zeit
Datum - 19.10.2018
20:00 - 21:30

Veranstaltungsort
Literaturhaus Saal

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Der Orient kommt nicht zur Ruhe. Während die Kämpfe in Syrien andauern, nehmen Präsident Trump und seine Verbündeten den Iran ins Visier. Welche Rolle spielen die engen wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen den USA und Saudi-Arabien, die sogenannte »Saudi-Connection«? Und gibt es tatsächlich eine religiöse Feindschaft zwischen Sunniten und Schiiten? Anschaulich und pointiert erklärt Michael Lüders, Politikwissenschaftler, Autor und langjähriger Nahost-Korrespondent für die Wochenzeitschrift DIE ZEIT, die Konflikte und macht deutlich, warum der Region ein neuer dreißigjähriger Krieg droht.

»Frieden ist nicht alles, aber ohne Frieden ist alles nichts – diese Einsicht Willy Brandts gerät in der heutigen Weltpolitik zunehmend in Vergessenheit. Vor allem der Konflikt mit dem Iran kann jederzeit zu einem Krieg führen, mit unabsehbaren Folgen. Warum aber stehen die Zeichen auf Sturm, welche Akteure suchen warum den Showdown mit Teheran? Weshalb hat US-Präsident Donald Trump im Mai 2018 das drei Jahre zuvor geschlossene Atomabkommen mit dem Iran aufgekündigt, obwohl die übrigen Mitunterzeichner es beibehalten wollten? (…) Wieso steht das Land am Pranger, gilt die Islamische Republik vielen im Westen, aber auch in Israel und den arabischen Golfstaaten, als das Böse schlechthin? Ist diese Feindseligkeit eine bloße Reaktion auf dessen als unbotmäßig empfundene Politik? Oder sind im Hintergrund ganz andere Kräfte am Wirken? Geht es möglicherweise darum, die unliebsame Regierung in Teheran durch eine nach dem Geschmack Washingtons zu ersetzen?

Vorwort zu Michael Lüders »Armageddon im Orient

Gespräch: Kamran Safiarian (ZDF)

Veranstalter: Stiftung Literaturhaus // Verlag C.H.Beck
Eintritt: Euro 12.- / 8.-