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Datum/Zeit
Datum - 17.12.2019
19:00 - 21:00

Veranstaltungsort
Haus des Deutschen Ostens München

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Referentin: Dagmar Dusil (Bamberg)
Moderation: Josef Balazs (Nürnberg)

Dagmar Dusil war ein Jahr lang Dorfschreiberin von Katzendorf/Caţa. Insider, das heißt Feuilleton-Leser der großen Tageszeitungen, wissen darüber Bescheid, denn das siebenbürgische Katzendorf ist europaweit ein Begriff. In Deutschland gibt es seit 1974 das Stadtschreiberamt. Damit werden bedeutende Autoren der Gegenwart gewürdigt und ausgezeichnet. In Siebenbürgen vergibt eine Jury auf Initiative des Filmemachers und Dichters Frieder Schuller seit 2011 einen Dorfschreiberpreis. Die Schriftstellerin Dagmar Dusil war 2017 die fünfte Auserwählte. Mit dieser Auszeichnung ist folgendes Angebot verbunden: „der Dorfschreiber kann wohnen nach Schreibeslust ein Jahr lang im Pfarrhaus von Katzendorf/Caţa und das Preisgeld als tägliches Brot hinnehmen. Er/Sie kann und soll sich umsehen, in die Sprache der Dorfbewohner hineinhören, sich wundern, mitreden, um einen Dichterbeitrag zum gegenwärtigen Transsilvanienbild hinzuzufügen.“

Dagmar Dusil hat all dies beherzigt und pünktlich zur Leipziger Buchmesse 2019 ein Buch herausgebracht: „Auf leisen Sohlen, Annäherungen an Katzendorf“ (Pop-Verlag, Ludwigsburg).

Moderiert von Josef Balazs wird Dagmar Dusil ihr Buch und ihr spannendes Jahr in Siebenbürgen, in Katzendorf, präsentieren und etliche Passagen daraus lesen.

Dagmar Dusil (geb. 1948 in Hermannstadt, Siebenbürgen/Rumänien) studierte Anglistik und Germanistik in Klausenburg. Seit 1985 lebt sie in Deutschland. Dagmar Dusil veröffentlicht Lyrik und Prosa. 2014 erhielt sie den GEDOK-Förderpreis für Literatur. Von ihr erschienen zuletzt: Kulinarisches Heim- und Fernweh (2006); Wie die Jahre verletzen (2012); Hermannstädter Miniaturen (2012); Blick zurück durchs Küchenfenster (2007/ 2014); Transitschatten (2015); Tor für die Sterne (2016).

Josef Balazs (geb. 1952 in Kronstadt, Siebenbürgen/Rumänien) studierte Germanistik und Romanistik an der Universität Hermannstadt. Nach seiner Tätigkeit als Lehrer wechselte er in den IT-Bereich. Er ist u.a. Mitherausgeber des Fotobandes „Der befestigte Glaube. Kirchenburgen in Siebenbürgen“ (2018). Seine Beiträge erschienen in der MATRIX, in der Siebenbürgischen Zeitung sowie in der AdZ für Rumänien. Zu einer festen Institution im Nürnberger Kulturleben wurden seine Literatur-, Konzert- und Theaterprojekte.