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Datum/Zeit
Datum - 24.10.2018
19:00 - 22:00

Veranstaltungsort
Tschechisches Zentrum München

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Autorenlesung: Barbara Bišický-Ehrlich wuchs als Tochter tschechisch-jüdischer Emigranten in Deutschland auf. In ihrem Buch erzählt sie von den Holocaust- und Emigrationserlebnissen ihrer Familie und deren Einfluss auf ihr eigenes Leben – emotional, bewegend und humorvoll.

Barbara Bišický-Ehrlich zeichnet als Chronistin ihrer eigenen Familiengeschichte ein mehrfaches Generationenporträt, angefangen bei ihren Urgroßeltern in der ehemaligen Tschechoslowakei, über die Zeit ihrer Großeltern und Eltern, bis hin zu ihren eigenen Erfahrungen als Enkelin von Holocaust-Überlebenden – ausgerechnet in der Bundesrepublik Deutschland.

Immer wieder kreuzt die Weltgeschichte den Weg dieser Familie. Schreckensnamen wie Bergen-Belsen und Theresienstadt sind damit ebenso verknüpft wie die Zeit des Kommunismus nach 1945 in der CSSR und der Prager Frühling. Die Gefahr eines gewaltsamen Todes hängt beständig wie ein schwarzer Schatten über allen Familienmitgliedern. Entwurzelung, Neuanfang und erneute Entwurzelung sind die Folgen. Diese Geschichte erzählt vom Leben zwischen den Extremen, mit unerwarteten Wendungen und Traumata, die den Kindern vererbt wurden. Barbara Bišický-Ehrlich lässt den Leser durch die Schilderung ihres Familienschicksals mühelos Jahrzehnte überbrücken und in die Zeitgeschichte eintauchen. Sie schafft eine Nähe, die dem Leser erlaubt an den Ängsten und Hoffnungen der Menschen teilzuhaben, die sich nichts sehnlicher wünschen als Frieden auf Erden. Zwischen Prag und Frankfurt am Main, zwischen Gefahren, Bedrohungen und den großen Katastrophen des 20. Jahrhunderts, schwebt die eine große Frage: Wie gehe ich mit Vergangenheit um?

»Bára … warum interessiert dich das alles?«, fragte Oma Helenka und fügte immer wieder den gleichen Wunsch hinzu: »Sag’, dass es dir gut geht …«

 

Veranstalter: Tschechisches Zentrum MünchenLiberale jüdische Gemeinde München Beth Shalom e. V.