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Datum/Zeit
Datum - 07.05.2018
19:00 - 20:30

Veranstaltungsort
MVHS Gasteig

Kategorien


Vor 85 Jahren brannten in Deutschland die Bücher. Tausende Schriftsteller und Wissenschaftler wurden von den Nationalsozialisten ausgegrenzt, verfolgt, zur Emigration gezwungen oder ermordet. An diesem Abend denken wir an jene, die ihre Arbeit unter widrigsten Umständen im Exil fortsetzten oder hierzulande nur noch heimlich für die Schublade schrieben. Und wir schauen angesichts der weltweiten Zunahme staatlicher Repressionen in die Gegenwart: Viele Autoren suchen Zuflucht in Deutschland, das aufgrund seiner „verbrannten Dichter“ in einer ganz besonderen Verantwortung steht.

Anlässlich des 85. Jahrestages der Bücherverbrennung geht es in dieser Lesung um die Stimmen der deutschen Emigranten und der gegenwärtig in Deutschland lebenden Autoren, die hier in ein ganz neues Leben finden müssen. Yamen Hussein aus Syrien, Maynat Kurbanova aus Tschetschenien und Sehbal Senyurt Arinli aus der Türkei geben eindrucksvoll Zeugnis von der „Krankheit Exil“. Ihre Texte werden gespiegelt durch eine Auswahl deutschsprachiger Exilliteratur.
Moderation: Franziska Sperr, Writers-in-Exile-Beauftragte und Vizepräsidentin des Deutschen PEN Zentrums.

In Kooperation mit dem Deutschen PEN.

Veranstaltungs-Nr: G244030
€ 10.– · Restkarten vor Ort