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Datum/Zeit
Datum - 28.09.2019
14:00 - 22:00

Veranstaltungsort
Carl-Amery-Saal, Gasteig

Kategorien


Eine literarisch- musikalische Reihe
14.00: Maria Naryschkina – Mätresse des Zaren
Die Fürstin Maria Naryschkina war 15 Jahre lang die Geliebte und Mutter der Kinder des Zaren Alexander I. (Enkelsohn, von Katharina II. und Bezwinger Napoleons). Sie kam 1799 in Warschau als Tochter eines polnischen Adligen zur Welt und starb 1854 im bayerischen Starnberg. Mit 16 Jahren verheiratete man sie mit einem reichen, um viele Jahre älteren Fürst Naryschkin, der sich mit seiner Rolle eines „Hörnerträgers“
abgefunden hat. „Ihre vollkommene Schönheit war unglaublich“, schrieb der bekannte Chronist Filipp Vigel über Maria Naryschkina. Ihr Salon in St. Petersburg war der einzige Ort in der Hauptstadt, in dem man frei sprechen konnte. Sie war besorgt um ihre zwischen drei Ländern geteilte Heimat Polen. Es gab Gerüchte, dass die Annahme der Verfassung durch den polnischen Sejm nicht ohne ihre Teilnahme
ausging. Die letzte Ruhe fand Fürstin Naryschkina am Alten Südfriedhof in München. Ihr Grab existiert noch heute.
Eine Lesung mit Klaus Münster. Musikalische Untermalung: Olga Koslowa (Gesang), Maria Belanowskaja (Domra) u. a.

16.00: Geheimnisse schöner Frauen: Berühmte Künstler und ihre Modelle
Tatjana Kuschtewskaja, die über zwanzig Bücher in Deutschland veröffentlicht hat, darunter „Mein geheimes Russland“, „Russinnen ohne Russland“, „Am Anfang war die Frau“, stellt ihr neues Buch vor. Geheimnisvolle, schöne Frauen, die mit ihrer außergewöhnlichen Ausstrahlung Künstler von Weltrang inspirierten und verzauberten, darunter die Balletttänzerin Olga Khokhlova, die Pablo Picasso zur Frau nahm, die Dichterin Anna Achmatowa, die Amadeo Modigliani in seinen
Zeichnungen verewigte und die geheimnisvolle „Unbekannte“ von Iwan Kramskoj, deren schönes Bild dieses Buch mit zweiundzwanzig Geschichten schmückt.
Eine Autorenlesung mit Tatjana Kuschtewskaja und der Schauspielerin Karin Wirz, welche die spannesten Auszüge aus dem Buch liest.

18.00: Eine echte und eine falsche Zarentochter in Seeon
Der oberbayerische Ort Seeon hat viele Geheimnisse, darunter viele russische. Dort wanderte einst eine echte Zarentochter, die Großfürstin von Russland Maria Nikolajewna, die 1839 Maximilian, Herzog von Leuchtenberg, einen Neffen des bayerischen Königs Ludwig I., heiratete. Fast 150 Jahre später fand dort ihre letzte Ruhe eine falsche Zarentochter – Anastassia (Anna Anderson). Über die Schicksale dieser ungewöhnlichen Frauen erzählt Nikolai Worontsow, Vorsitzender der Münchner Alexander-Glasunow-Stiftung und die Schauspieler Georgia Stahl und Michael Tschernow.

20.00: Eine Liebesbegegnung in München: Lou Andreas-Salomé und Rainer Maria Rilke:
Im Frühjahr 1897 reiste die gebürtige Petersburgerin, die 36-jährige Schriftstellerin Lou Andreas-Salomé (1861-1937), von Berlin nach München. Sie stieg in den „Fürstenhäusern“ in der Schellingstraße ab. Am 12. Mai 1897 wird ihr ein 21-jähriger Dichter aus Prag vorgestellt, René Maria Rilke (1875 – 1926). Einen Monat später unternahmen Lou und Rilke einen Ausflug nach Wolfratshausen. Sie entschlossen sich, hier eine längere Zeit gemeinsam zu verbringen. Bald gab Lou dem jungen Dichter nicht nur statt seines „weiblichen“ René den Namen Rainer, sondern schenkte auch eine neue geistige Heimat – Russland.
Eine Szenische Lesung mit Karin Wirz und Arthur Galiandin

Mitwirkende: Svetlana Prandetskaya (Gesang), Jekaterina Medvedeva (Piano), Michail Leontchik (Zimbal) u. a.
Künstlerische Leiterin: Tatjana Lukina
Eintritt: 10 €, ermäßigt: 7 €. Karten – bei München Ticket
Mit freundlicher Unterstützung der Münchner Stadtbibliothek
Gefördert: Bezirk Oberbayern

Veranstalter: MIR e.V., Zentrum russischer Kultur in München. Info: www.mir-ev.de