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Datum/Zeit
Datum - 27.04.2018
21:00 - 22:00

Veranstaltungsort
The Lovelace

Kategorien


Das obszöne Werk
Lesung mit Lina Habicht & Mehmet Sözer

Blut, Schweiß und Tränen – Die voyeuristische Lesereihe im Zwickl Apartment geht am 27.4. in die zweite Runde!

Lina Habicht & Mehmet Sözer lesen dann aus Georges Batailles “Geschichte des Auges” und “Der Tote”. Die unter dem Titel “Das obszöne Werk” zusammengefassten Erzählungen betitelte Susan Sontag einst als “Kammermusik der pornographischen Literatur”. Doch sie sind weit mehr als das. Für Bataille ist die erotische Erfahrung stets eine zweifache: die des Tabus und die seiner Überschreitung.
Was passiert also wenn die Erfahrung der Sexualität zur reinen Grenzüberschreitung wird? Blasphemie zur Obsession wird? Und sich sogar mit dem Tod verbindet?

“Wir waren gefangen in einem Dunst von Licht und feuchter Hitze, der unsere Lippen austrocknete. […] Die Sonnenflut sog uns nach und nach in eine Irrealität, die unserer tiefen Unruhe entsprach, unserem ohnmächtigen Verlagen, auszubrechen, nackt zu sein.” – Das Auge Graneros, Bataille.

Einlass: 20:30
Beginn: 21:00

Eintritt: 7 / 5 €

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Lina Habicht, geboren 1994 in Berlin, schloss 2018 ihr Schauspielstudium an der Otto Falckenberg Schule ab und ist ab der kommenden Spielzeit festes Ensemblemitglied am hessischen Staatstheater Wiesbaden. Derzeit ist sie zu sehen in “Saal 600” (Regie: Kevin Barz) an den Münchner Kammerspielen.

Mehmet Sözer, 1991 geboren und aufgewachsen in Wien, Schauspiel studiert an der HfS Ernst Busch in Berlin und seit 2014 zu sehen am Münchner Volkstheater

Georges Bataille, geboren 1897 als Sohn reicher Bauern in der Auvergne. Er studierte Bibliothekswissenschaften, seit 1922 war er Konservator an verschiedenen Bibliotheken. Im Umkreis der Surrealisten Zusammenarbeit mit Carl Einstein und Michel Leiris an der 1929 gegründeten Zeitschrift “Documents”. 1935 schloß er sich der antifaschistischen Intellektuellen-Gruppe “Contre-Attaque” an, 1936 gründete er mit Michel Leiris und Roger Caillois das Collège de Sociologie, 1946 die noch heute existierende Zeitschrift “Critique”, die er bis zu seinem Tode im Juli 1962 herausgab. Auf deutsch erschienen zuletzt von Bataille “Die Tränen des Eros” (1981).