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Datum/Zeit
Datum - 30.04.2018
19:00

Veranstaltungsort
Seidlvilla

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Vortrag von PD Dr. Enrico Müller, Bonn

Lange Zeit galten Nietzsches Zurückweisung des philosophischen „Willens der Wahrheit“, seine Kritik an den Begriffen des „Seins“ und der „Erkenntnis“ als Ausdruck  einer kompromisslos theoriefeindlichen Grundhaltung.
Inzwischen ist jedoch mehr und mehr sichtbar geworden ist, dass Nietzsche die Vernunft und die Objektivität nicht nur destruiert, sondern nach erfolgter Kritik an deren vermeintlicher Unmittelbarkeit auch theoriefähige Gegenangebote unterbreitet hat. Sein Grundgedanke einer perspektivischen Interpretation spielt hierbei die entscheidende Rolle. Umstandslos hat sich in diesem Sinn in der Forschung auch die Rede von Nietzsches „Perspektivismus“ etabliert – im veröffentlichten Werk des Philosophen dagegen erscheint der Begriff indessen nur ein einziges Mal.
Im Vortrag soll es um die Reichweite und die Generalisierbarkeit von Nietzsches Perspektivengebrauch gehen. Dabei soll zum einen die Genealogie eines solchen Gebrauchs  nachgezeichnet werden. Zum anderen soll zwischen einer Topik der Perspektive und einer Hermeneutik des Perspektivischen unterschieden werden. Zuletzt schließlich soll sichtbar gemacht werden, dass und wie Nietzsches Denken in Perspektiven erst in seiner literarischen Umsetzung seinen konsequentesten Ausdruck erhält.

Bitte bringen Sie interessierte Freunde und Bekannte mit!
Unkostenbeitrag € 8.– / 4.– (Mitglieder) / Studenten frei
Mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München

Weitere Informationen: http://www.nietzsche-forum-muenchen.de/aktuelles.html