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Datum/Zeit
Datum - 20.11.2018
19:00 - 20:30

Veranstaltungsort
Tschechisches Zentrum München

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Der Referent Dolf Schwarz stellt Adalbert Stifters Roman vor, der eindringlich deutlich macht, dass der Mensch nicht Herr über die Natur, sondern von ihr abhängig ist – mit Textbeispielen und Empfehlungen für den Besuch von Orten, die mit der Biografie Stifters verbunden sind.

Der Vortrag bietet, zusammen mit ausgewählten Textpassagen, eine übersichtliche Einführung in das umfangreiche Werk von A. Stifter.

Adalbert Stifter (1805–1868), war ein Schriftsteller, Maler und Pädagoge. Er wurde in  Oberplan geboren, besuchte Klostergymnasium in Kremsmünster, später studierte er Jura und Naturwissenschaften in Wien. Er wirkte in den literarischen Salons der adeligen Familien. Seit 1848 lebte er in Linz, wo er sich um die Reform der Grundschulen verdient gemacht hat. Seine literarischen Werke waren sehr stark von seiner Beziehung zum heimatlichen Böhmerwald beeinflusst. Er zählt als Persönlichkeit, die für das tschechisch-deutsch-österreichische Nachbarschaftsverhältnis von großer Bedeutung ist.

Adalbert Stifter hat seinen ersten Roman „Der Nachsommer“ selbst als zeitkritische Wegweisung für den Einzelnen und für die Gesellschaft in einer Epoche des Wandels und der Unsicherheit verstanden. Dabei zeigen sich aber auch erstaunlich vorausschauende Bezüge zu unserer Gegenwart.

Der Roman macht eindringlich deutlich, dass der Mensch nicht Herr über die Natur, sondern von ihr abhängig ist und daher für ihre Pflege und ihren Schutz sorgen muss, ebenso wie für die Bewahrung seines kulturellen Erbes.

Zudem geht es, wie heute, um das Verhältnis der Generationen zueinander, wie an der einfühlsam geschilderten Lebensgeschichte der Figuren sichtbar wird.

Veranstalter:

Institutum Bohemicum der Ackermann GemeindeTschechisches Zentrum München