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Datum/Zeit
Datum - 25.02.2019
19:00 - 21:00

Veranstaltungsort
Seidlvilla

Kategorien


Vortrag von Prof. Dr. Natascha Würzbach, Dr. Elke Wachendorff, Alfred Gulden

Die erste Nietzsche-Gesellschaft e.V. weltweit wurde am 10. Dezember 1919 in München gegründet, im Sommer 1929 wurde die Hauptgeschäftstelle der NG von deren erstem Vorsitzenden Friedrich Würzbach nach Berlin verlegt. Im Jahr 1933 kehrte Würzbach nach München zurück als Redakteur im Kulturprogramm des Bayerischen Rundfunks, publizierte in diversen Zeitungen Artikel und hielt Vorträge, die vor allem auch über den Volksempfänger weite Verbreitung erfuhren. Unter den 1943 in München beschlagnahmten Unterlagen der NG befanden sich kaum Unterlagen aus jener Zeit, doch lässt sich die Geschichte der Beschlagnahmung und Vereins-Schließung durch die Gestapo rekonstruieren. Aus unerwarteten Funden von Briefen und Dokumenten konnte seine Tochter, Prof. Dr. Natascha Würzbach, die Geschichte jener Zeit, die auch die Geschichte ihrer eigenen Kindheit ist, rekonstruieren und publizierte 2018 darüber ein Buch unter dem Titel „Das magische Tintenfass“. Namentlich die publizistische Tätigkeit von Friedrich Würzbach seit 1930 wird für uns heute in den Fokus geraten, seine durchaus prekäre Rolle in der Propagandamaschine des Nationalsozialismus thematisiert werden müssen. Für die Rezeptionsgeschichte der Philosophie Friedrich Nietzsches in Deutschland wie auch im Ausland spielte Würzbach dabei eine bis heute nachhaltig belastende, doch bisher nicht aufgearbeitete Rolle. Anhand einiger Dokumente und Berichte werden Aspekte dieser Rekonstruktion vorgetragen, dargestellt und erläutert werden.

Unkostenbeitrag € 8.– / 4.– (Mitglieder) / Studenten frei
Mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München

mehr Info unter: https://www.nietzsche-forum-muenchen.de/