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Datum/Zeit
Datum - 17.09.2020
20:00
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Veranstaltungsort
Stiftung Lyrik Kabinett

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Sujata Bhatt liest aus ihrem neuen Band der Edition Lyrik Kabinett bei Hanser (englisch / deutsch)

Übersetzungen und Moderation: Jan Wagner

„Eine Dichtung, die an alle Sinne appelliert, die all den Wohlgerüchen, aber auch dem Gestank, den Farben und den Klängen ihr Recht einräumt und sie zu evozieren versteht. Unmittelbar auffallen wird jedem Leser dieser Poesie der Wunsch, mittels der Poesie zu sehen und zu verstehen, sich einzufühlen in eine andere Existenz. Ein Mitleid mit jedweder Kreatur liegt diesen Versen zugrunde, ein Sich-Wundern über die menschliche Natur mit all ihren Abgründen und Schönheiten, aber auch Empörung über die Ungerechtigkeit und das Leid“ (Jan Wagner). Sujata Bhatt, 1956 in Ahmedabad (Indien) geboren, wuchs seit 1968 in den USA auf und studierte an der University of Iowa. Ihre Lyrik, die sich Sinnbetörendem ebenso plastisch widmet wie dem Grauen einer Genitalbeschneidung, wurde vielfach ausgezeichnet und in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Heute lebt sie mit ihrer Familie in Bremen. Jan Wagner, geboren 1971, erhielt für seine bislang acht Gedichtbände u.a. den Preis der Leipziger Buchmesse (2015) und den Georg-Büchner-Preis (2017).

Bitte beachten Sie: Aus Gründen der aktuellen Abstandsregelungen ist die Besucherzahl auf 20 Personen beschränkt – Einlass ausschließlich nach Voranmeldung: info@lyrik-kabinett.de oder 089 -34 62 99 und anschließender Bestätigung der Anmeldung durch das Lyrik Kabinett. Die Veranstaltung ist zwei Tage später, ab Samstag, 19.9.2020, kostenfrei nachzuhören unter: www.dichterlesen.net.


The Stinking Rose

Everything I want to say is
in that name
for these cloves of garlic – they shine
like pearls still warm from a woman’s neck.
[…]

Die Stinkrose
Alles was ich zu sagen wünsche
ist enthalten im Namen
dieser Knoblauchzehen – sie leuchten
wie Perlen, die noch warm sind vom Hals einer Frau.
[…]

Sujata Bhatt, aus: Die Stinkrose. Aus dem Englischen von Jan Wagner, Edition Lyrik Kabinett bei Hanser 2020, S. 54/55.