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Datum/Zeit
Datum - 23.03.2019
19:30 - 21:00

Veranstaltungsort
Kulturzentrum Mohr-Villa Freimann

Kategorien


Diskussionsveranstaltung im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus

Am Samstag, den 23. März 2019 um 19.30 Uhr
Villa Dach

Wenn die Sprache Brücken baut

Immer mehr geflüchtete Menschen sind mittlerweile in Deutschland angekommen. Die meisten haben schon individuelle Erfahrungen in Deutschland gemacht: mit der Kultur, den Menschen und auch mit der deutschen Sprache.

Die Journalistin Dunja Ramadan hat bei arabischsprachigen Geflüchteten nachgefühlt: Welchen Stellenwert nimmt die deutsche Sprache für sie ein? Und wie fühlt es sich an, in einer neuen sprachlichen Umgebung ankommen zu müssen? Schließlich gelingt Integration nur mit, aber scheitert auch oft an Sprachkenntnissen. In „Khalid und das wilde Sprachpferd“, erschienen im Dudenverlag, beleuchtet Ramadan nicht nur große gesellschaftspolitische Fragen rund um Migration und Integration, sondern erzählt vor allem von individuellen Erfahrungen und Schicksalen.

Im Rahmen der Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 11. bis 24. März 2019 haben Interessierte die Möglichkeit die Autorin Dunja Ramadan und den Namensgeber des Buches Khalid al-Aboud kennenzulernen. Am 23. März liest Ramadan aus ihrem Buch und diskutiert anschließend mit al-Aboud über Fragen der Sprache und Integration. Moderiert wird die Veranstaltung von Nabila Abdel Aziz. Gäste sind herzlich eingeladen, aktiv an der Diskussion teilzunehmen.

Die Expert*innen

Dunja Ramadan, Jahrgang 1991, ist zweisprachig aufgewachsen. Sie hat in München Arabistik, Judaistik und Islamwissenschaft sowie Deutsch als Fremdsprache studiert, bevor sie sich in der Deutschen Journalistenschule zur Redakteurin ausbilden ließ. Heute arbeitet sie als Journalistin im Ressort Außenpolitik der Süddeutschen Zeitung mit dem Schwerpunkt arabischsprachige Regionen.

Khalid al-Aboud, Jahrgang 1984, ist in Daraa, Syrien, aufgewachsen. An der Universität von Damaskus studierte er arabische Literatur. Nach der Flucht aus seiner Heimat hat er in Jordanien für die Radiosender Rozana und al-Balad gearbeitet. 2014 kam er über ein Visum von „Reporter ohne Grenzen“ nach Berlin und arbeitete beim Kulturradio rbb. Dort gewann er 2017 den rbb-Medienpreis für Vielfalt „Amiko“. Mittlerweile arbeitet al-Aboud bei der Nachrichtenplattform „Amal Berlin“, wo er Menschen mit Fluchterfahrung auf Arabisch über lokale Neuigkeiten informiert.

Nabila Abdel Aziz, Jahrgang 1989, studierte Islamwissenschafts- und Sozialanthropologie in London und Oxford und absolvierte ihre Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule. Sie arbeitet als freie Journalistin beim BR mit den Schwerpunkten Religion und Orientierung sowie Wissenschaft und Bildungspolitik.

Eintritt: 8€
Info: Annika Grützner (Literaturtest), gruetzner@literaturtest.de, 030 531 40 70 27
Wo? Mohr-Villa, Situlistraße 75, Freimann (U6)