Lade Karte ...

Datum/Zeit
Datum - 12.02.2019
19:30 - 21:30

Veranstaltungsort
Langes Haus der Stiftung Nantesbuch

Kategorien


„Dritte Natur“ ist der Titel einer jungen Halbjahresschrift des Verlags Matthes & Seitz Berlin. Sie richtet den Blick auf die Zonen des Übergangs zwischen den Sphären des Kulturellen und des Natürlichen. Der Blick auf das Verhältnis von Kultur und Natur ist grundlegend für die Selbstbeschreibungen des Menschen und für Entwürfe seiner Zukunft. Heute, da Wissenschaft und Technik dem Menschen einerseits scheinbar grenzenlose Verfügungsgewalt über die Natur geben, wächst andererseits dessen Bewusstsein von seiner vollständigen Abhängigkeit von ebendieser Natur und den Folgen ihrer Domestizierung. Die „Dritte Natur“ möchte vor diesem Hintergrund einen Raum für aktuelle Debatten über Natur und Technik, Ökologie und Ökonomie, Politik und Ästhetik schaffen.

Die Herausgeber Andreas Rötzer und Steffen Richter stellen an diesem Abend die neu erschienene zweite Ausgabe der „Dritten Natur“ vor und beleuchten relevante Themen der ersten und zweiten Ausgabe. Im Zentrum steht der Klimawandel, der – nicht mehr zu übersehen – immer deutlicher den Alltag der Menschen prägt. Steffen Richter macht anhand von Landschaftsmalereien Claude Lorrains und William Turners sowie von Texten Georges-Louis Leclerc de Buffons und Johann Gottfried Herders anschaulich, wie der Prozess der Industrialisierung bereits im 19. Jahrhundert begann, das Klima zu verändern.

Neben wissenschaftlichen Betrachtungen bietet „Dritte Natur“ nicht zuletzt ein Forum für künstlerische Auseinandersetzungen mit Natur, vorwiegend in Bildender Kunst und Literatur. Die Schriftstellerin und Lyrikerin Marion Poschmann gibt mit einer Lesung, u.a. aus ihrem Roman „Kieferninseln“, einen lebendigen Eindruck davon.

Eine Veranstaltung der Stiftung Nantesbuch in Kooperation mit dem Verlag Matthes & Seitz Berlin.
www.dritte-natur.de