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Datum/Zeit
Datum - 16.01.2018
20:00

Veranstaltungsort
Lyrik Kabinett

Kategorien


Einführung und Moderation: Hilmar Klute

Mit freundlicher Unterstützung von Bayern liest e.V.

Eintritt: € 8 / € 6; Mitglieder: freier Eintritt
Abendkasse, freie Platzwahl

Durs Grünbeins lyrische Zündkerzen initiieren facettenreiche Erkundungsreisen. Sein neuer Band umfasst Traum- oder Liebes- und Prosagedichte, gebrochene Sonette, gereimte Vierzeiler, lautmusikalische Virtuosenstücke und vieles andere. Prägend für das Buch – etwa für eines seiner Herzstücke, das Langgedicht „Photopoem“ – ist die Stadt Rom, die zeitweilige Wahlheimat des Dichters. Er widmet sich ihr akribisch und präzise beobachtend, mit behutsamer Einfühlung und souverän treffsicher formulierend: „jedes Wort ist zentral“. Grünbein, geb. 1962 in Dresden im Stadtteil Hellerau, studierte Theaterwissenschaft an der Humboldt-Universität zu Berlin. Sein umfangreiches Werk umfasst Lyrik, Essayistik, Übersetzungen (Aischylos, Seneca), Libretti und Hörspiele. Bereits 1995 wurde er mit dem Peter-Huchel- und mit dem Büchner-Preis bedacht; seither erhielt er noch zahlreiche internationale Auszeichnungen. Hilmar Klute, geboren 1967 in Bochum, ist Redakteur bei der Süddeutsche Zeitung und schreibt u.a. Kolumnen für das Streiflicht. Zuletzt erschien von ihm War einmal ein Bumerang. Das Leben des Joachim Ringelnatz (Galiani 2015).

[…]

Vermesse das P,
Du, den kaum einer
Vermißt, Naturalist,
(Pinien-Faschist).
Präzisiere das P.

Persistenz ist
Die Praxis der Pinie,
Ihr stilles Politikum
Reine Präsenz.

[…]

Durs Grünbein,
aus: „Sieben Pinien (Ein Verbarium)“,
aus: Zündkerzen. Suhrkamp 2016, S. 87