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Datum/Zeit
Datum - 03.06.2019
19:00

Veranstaltungsort
Jüdisches Gemeindezentrum

Kategorien


Begrüßung
Petra Albers, Verlagsleiterin der Kinder- und Jugendbuchverlage im Beltz Verlag

Lesung aus dem Roman »Dunkles Gold«
Gila Pressler, Tochter, und Malka Yolanda, Enkelin

Gespräch
Mit der Tochter Ronit Pressler, sowie die Lektoren Nadine Meyer und Frank Griesheimer, moderiert von Ellen Presser, Kulturzentrum der IKG München

»Sieben Leben – sieben Bücher«
Von Tall Pressler, Tochter

Mirjam Pressler (1940-2019) war Autorin vielfach preisgekrönter Kinder- und Jugendbücher. In ihrem Werk hat sie sich immer mit denen beschäftigt, die am Rande stehen, die einsam und unverstanden sind, die nicht gesehen oder die verfolgt und ausgegrenzt werden. Sie verleiht denjenigen eine Stimme, die sonst nicht gehört werden, damit wir aufmerksam werden und hinschauen. Zentrale Themen in ihren Werken sind die beschädigte Kindheit oder die Auseinandersetzung mit Judenverfolgung und Antisemitismus, vom Mittelalter bis in die heutige Zeit. Zu ihren bekanntesten Büchern gehören »Nathan und seine Kinder«, »Shylocks Tochter«, »Malka Mai«, »„Grüße und Küsse an alle“. Die Geschichte der Familie von Anne Frank« sowie der autobiographisch gefärbte Roman »Wenn das Glück kommt, muss man ihm einen Stuhl hinstellen«. Daneben hat Mirjam Pressler mehr als dreihundert Bücher aus dem Englischen, Niederländischen und Hebräischen übersetzt, darunter auch die von Zeruya Shalev, Amos Oz oder die Lese- und die kritische Gesamtausgabe der Anne Frank-Tagebücher.

Mirjam Pressler erhielt zahlreiche Preise, darunter den Deutschen Bücherpreis für ihr Gesamtwerk, die Carl-Zuckmayer-Medaille für ihre Verdienste um die deutsche Sprache, den deutschen Jugendliteraturpreis für ihr Gesamtwerk als Übersetzerin, den Friedenspreis der Geschwister Korn und Gerstenmann-Stiftung und zuletzt das große Bundesverdienstkreuz für ihre Verdienste um die Völkerverständigung, insbesondere zwischen Israel und Deutschland.

»Dunkles Gold« ist ein aufwühlender Roman von großer Wahrhaftigkeit über jüdische Identität und Antisemitismus, Liebe und Hoffnung. Laura lässt das Geheimnis, das den mittelalterlichen jüdischen Schatz von Erfurt umgibt, nicht mehr los. Sie taucht ein in das Schicksal von Rachel und Joschua, die 1349 vor dem Pestpogrom fliehen mussten. Vielleicht begegnet Laura gerade deshalb jetzt Alexej, der es am liebsten verschweigen möchte, dass er Jude ist. Allmählich versteht Laura, in wie viele Fettnäpfchen man treten kann, wenn man sich in einen Juden verliebt und was es heute bedeutet, jüdisch zu sein.

Eintritt frei
Anmeldung erbeten unter Tel.: (089) 20 24 00-491 oder E-Mail karten@ikg-m.de
Veranstalter: Kulturzentrum der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern in Kooperation mit dem Beltz Verlag und mit Unterstützung der Deutsch-Israelischen Gesellschaft e.V.