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Datum/Zeit
Datum - 22.10.2020
19:00 - 20:30

Veranstaltungsort
Seidlvilla

Kategorien


Eine poetisch-musikalische Lesung anlässlich des 80.Geburtstages des Nobelpreisträgers für Literatur Joseph Brodsky (1940–1996).
„Es gibt keine Liebe ohne Erinnerung, keine Erinnerung ohne Kultur, keine Kultur ohne Liebe. Deshalb ist jedes Gedicht ein Faktum der Kultur wie ein Akt der Liebe und ein Blitzlicht der Erinnerung, und ich würde anfügen – des Glaubens“, sagte einst Joseph Brodsky. Als Sohn jüdischer Intellektueller verließ er mit 15 Jahren die Schule, arbeitete in verschiedenen Berufen und fing an, Gedichte zu schreiben. Daneben übersetzte er Gedichte ausländischer Autoren, wobei er sich die Fremdsprachen selbst beibrachte. Dem Freigeist und Rebellen Brodsky warf das sowjetische Regime „Parasitentum“ vor. Nach einem Prozess und fünfjähriger Zwangsarbeit wurde er 1972 von den Behörden aus der Sowjetunion ausgebürgert und zur Emigration gezwungen. Danach lebte Brodsky eine kurze Zeit in Europa, und schließlich ging er in die USA, wo er bis zu seinem Tod im Jahr 1996 in New York lebte. Doch seine letzte Ruhe wollte der Dichter, dem 1987 der Nobelpreis verliehen wurde und der sich als Weltbürger sah, in Venedig finden. So geschah es auch – er wurde auf der Friedhofsinsel San Michele in der Lagune von Venedig beigesetzt.
Mitwirkende: Cornelia von Fürstenberg, Klaus Münster, Artur Galiandin, Svetlana Prandetskaya und Sergej Iwanow (Gesang) u. a.
Künstlerische Leiterin: Tatjana Lukina
Eintritt: € 15, ermäßigt: € 10. Kartenvorbestellung: Tel. 089-351 69 87
Gefördert vom Migrationsbeirat der Landeshauptstadt München
Veranstalter: MIR e.V., Zentrum russischer Kultur in München