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Datum/Zeit
Datum - 13.07.2019
20:00 - 22:00

Veranstaltungsort
Forum 2, Das Kulturzentrum im Olympiadorf

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Zum 85. Geburtstag des nigerianischen Literaturnobelpreisträgers Wole Soyinka

Filmpräsentation mit Einführung und anschließendem Gespräch mit der Regisseurin

Eine Kindheit in Nigeria, Wole Soyinka

Ein Film von Vera Botterbusch (45 Min., BR 2000)

Der Film von Vera Botterbusch – der 1999 für das Bayerische Fernsehen entstanden ist – erzählt von seiner Kindheit in Nigeria, die Soyinka mit großer Erinnerungsgabe und viel Humor in seiner Autobiographie “Aké” beschrieben hat. Aké steht für seinen Geburtsort Abeokuta. Hier, in einem prallen Alltag zwischen christlicher Orientierung und afrikanischer Lebenspraxis wurden die Weichen für seine eigenwillige Persönlichkeit gestellt, für ein unangepaßtes, engagiertes Leben und Werk, das Soyinka als einen Humanisten und Freiheitskämpfer zeigt.

Foto (c) Vera Botterbusch

Wole Soyinka bei den Dreharbeiten zum FilmPorträt von Vera Botterbusch in der Nähe von Abeokuta, 1999

„Die Jahre der Kindheit” zeigen, wie sich das Kind Wole “vorwärtsträumte”; wie sein Glaube an die Macht der Verwandlung im Spiel und Theater wuchs:  da ist die Primary School auf dem Pfarrgelände von Sankt Peter, wo Soyinkas Vater – ein überzeugter Christ, wie auch Soyinkas Mutter – Rektor war. Da ist der Palast des Alake, des Königs von Abeokuta, da sind die ‚ogbonis‘, die Priester des den Männern vorbehaltenen oro-Kultes und die Märkte mit den geheimnisvollen Waren aus der Geisterwelt der Yoruba, da sind die Riten und Gebräuche der Yoruba-Religion, da sind die ‚talking drums‘ und die Maskentänze der ‘egungun’, die dem Ahnenkult der Yoruba gelten und den Blick öffnen für das Fremde und Faszinierende der afrikanischen Kultur.