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SUMMARY:Eine Liebe im Jahre 1926? Rainer Maria Rilke\, Marina Zwetajewa und
  Boris Pasternak
DESCRIPTION:Termin: Donnerstag\, 12. Februar 2026\, 19.00 Uhr\n\nReferentin
 : Dr. Lilia Antipow (HDO)\n\nOrt: Haus des Deutschen Ostens\, Am Lilienber
 g 5\, 81669 München\n\nIn Kooperation mit: Adalbert-Stifter-Verein – Ku
 lturinstitut für die böhmischen Länder\n\nDer Vortrag beschreibt die be
 sondere Verbindung zwischen den europäischen Dichtern Rainer Maria Rilke\
 , Marina Zwetajewa und Boris Pasternak im Jahr 1926. Durch ihren Briefwech
 sel entstand eine komplexe Beziehung\, geprägt von spiritueller Nähe\, k
 ünstlerischem Austausch und einer romantischen Liebe zum Unerreichbaren. 
 Die Korrespondenz war von gegenseitiger Bewunderung\, geistiger Verbundenh
 eit und emotionaler Sehnsucht geprägt und beeinflusste maßgeblich die Bi
 ografien von Zwetajewa und Pasternak.\n\nRilke\, damals 50 Jahre alt\, beg
 ann im Mai 1926 den Briefwechsel mit den beiden russischen Dichtern\, die 
 bereits befreundet waren. Die Briefe wurden auf Deutsch geführt\, währen
 d Zwetajewa und Pasternak untereinander Russisch sprachen. Ziel war die Ü
 berwindung von Einsamkeit und die Suche nach geistiger Nähe. Rilke hatte 
 Russland als „geistigen Ort“ bereits entdeckt\, während Zwetajewa und
  Pasternak durch deutsche Kultur geprägt waren. Die Beziehung basierte au
 f Seelenverwandtschaft und Freundschaft\, mit der Sehnsucht nach dem Unnah
 baren im Mittelpunkt. Zwetajewa idealisierte die „geistige Liebe“ im S
 inne der Neoromantik. Die Briefe zeichneten sich durch eine besondere tona
 le und rythmische Sprachqualität aus\, wobei ihre erotisch aufgeladene Rh
 etorik als Code für „geistige Liebe“ zu verstehen ist.\n\nAnfangs rea
 gierte Rilke vertraulich\, doch im Sommer 1926 änderte sich die Dynamik d
 er Kommunikation: Zwetajewa mystifizierte Rilke\, ignorierte seine Krankhe
 it und sah Pasternak als Rivalen. Nach Rilkes Tod im selben Jahr war Zweta
 jewa tief erschüttert\, die Beziehung zu Pasternak kühlte ab\, und der B
 riefwechsel zwischen den beiden wurde weniger intensiv.\n\n Dies ist der 
 dritte Abend einer dreiteiligen Reihe\, zu der auch zwei weitere Vorträge
  – „Rilke und Prag“ und „Rilke und München“ gehören.
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