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Datum/Zeit
Datum - 21.11.2019
20:00 - 22:00

Veranstaltungsort
Spix

Kategorien


Unterhaltsames Poesielabor im Rahmen der Münchner „Langen Nacht der Philosophie“

Wer ab und zu innehält im alltäglichen Hamsterrad, fängt an zu grübeln. Wer bin ich? Und warum? Und wozu die Fragerei?

„Philosophie dürfte man eigentlich nur dichten“, meinte Wittgenstein. Deswegen spüren wir den schweren philosophischen Themen heute in einem unterhaltsamen Poesielabor nach. Inspiriert von poetischen Texten von Nietzsche & Co und Beiträgen der Teilnehmer*innen werden wir in spielerischen Experimenten individuelle poetische Antworten finden.

Wer möchte kann eigene Gedichte oder kurze lyrische Texte als Forschungsmaterial mitbringen und vorlesen.

Wir gehen auf Paraglide-Tour, folgen Orest in den Hades und schrumpfen auf Däumlingsgröße. Der Perspektivwechsel wird uns den Weg zu unseren eigenen verschütteten Poesie-Potenzialen öffnen. Denn „Poesie ist die Muttersprache des menschlichen Geschlechts“ (Johann Georg Hamann).

Am Ende feiern wir die Geburt unserer tanzenden Sternenschar: Die poetischen Zeilen werden vorgetragen.

Beim Poesielabor ist das Mitmachen genauso spannend wie das Zuhören. Bei freiem Eintritt sind alle Menschen willkommen. Häppchen und Erfrischungen werden angeboten. Interessierte können sich unter info (at) poesiebriefkasten.de anmelden.

Ort: SPIX Tegernseer Landstraße 155/Spixstraße
20 Uhr, Eintritt frei, Anmeldung unter info@poesiebriefkasten.de empfohlen

Infos zur Langen Nacht der Philosophie, unterstützt vom Kulturreferat der LH München

Referentin: Katharina Schweissguth ist visuelle Gestalterin mit Passion für Sprache und Schrift. 2013 beginnt sie ein besonderes Experiment: Mit dem bundesweit ersten Poesiebriefkasten sammelt sie auf dem Postweg Gedichte von ihren Mitmenschen, ob Hobbydichtende oder arrivierte Lyriker. Über 3000 Gedichte beträgt die Sammlung mittlerweile. Aus der Aktion ist der Verein Poesieboten e.V. hervorgegangen. Mit anschaulichen Aktionen wie einem Poesiegarten auf einer Verkehrsinsel oder einem poetischen Adventskalender im U-Bahngeschoss bringt der Verein die Poesie in den Alltag der Menschen. Das fruchtbare Spannungsfeld zwischen Intimsphäre und Öffentlichkeit, in das sie bei diesem Projekt geraten ist, hat Katharina Schweissguth in dem tragikomischen Roman „Der Liebesbriefkasten®“ literarisch umgesetzt.

Ort: Der Abend ist auch Gelegenheit das SPIX kennenzulernen. Das SPIX war ursprünglich ein leerstehendes kleines Ladenlokal an einem urbanen Unort, dem Mittleren Ring. Doch die Poesieboten haben ihn in eine kulturelle Oase verwandelt. Noch ist das SPIX ein Geheimtipp. Für alle, die in einem intimen Rahmen eigene kreative oder soziale Projekte (Workshops, Lesungen, Konzerte, Installationen etc.) verwirklichen wollen, bietet das SPIX für ein ganzes Jahr einen Kreativraum. Info Tel. 089 69372667. Das Projekt wird vom Bezirksausschuss 17 (Obergiesing-Fasangarten) der LHS München gefördert.