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Datum/Zeit
Datum - 26.11.2018
19:00 - 21:00

Veranstaltungsort
Seidlvilla

Kategorien


Vortrag von Alfred Gulden, Saarlouis

Erfundene Wahrheiten, oder wie in “falschen” Zeiten Lügen “richtig” sein kann. Über Wahrheit und Lüge in Jurek Beckers Roman “Jakob der Lügner”. “Genügt es Ihnen nicht, dass wir so gut wie nichts zu fressen haben, dass jeder fünfte von uns im Winter erfriert, dass jeden Tag eine halbe Straße zum Transport geht? Das alles reicht noch nicht aus? Und wenn ich versuche, die allerletzte Möglichkeit zu nutzen, die sie davon abhält, sich gleich hin zulegen und zu krepieren, mit Worten, verstehen Sie, mit Worten versuche ich das! Weil ich nämlich nichts anderes habe!” Das sagt Jakob Heym, der im Ghetto erzählt, er habe ein Radio (was bei Todesstrafe verboten ist) und mit erfundenen Nachrichten daraus bei den Bewohnern Hoffnungen weckt und nährt. Ist er mit seinen Lügen “des Teufels” (Vater der Lüge) oder ein rettender Engel? Dieser Frage versucht Alfred Gulden in seinem Vortrag nachzugehen, einer Montage aus Buchstellen, Nietzsche-Zitaten, Anmerkungen zu Fiktion und Dokumentation, das Radio im dritten Reich, – Volksempfänger und Propaganda – und Film als Firma: “Lug und Trug”, im Wechsel mit der Stimme von Beate Himmelstoß, sowie durch Einblicke in Verfilmungen des Buches.

Bitte bringen Sie interessierte Freunde und Bekannte mit!
Unkostenbeitrag € 8.– / 4.– (Mitglieder) / Studenten frei
Mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München

Weitere Informationen im Web: https://www.nietzsche-forum-muenchen.de/aktuelles.html