Lade Karte ...

Datum/Zeit
Datum - 08.04.2022
20:00 - 22:00
Termin im Kalender eintragen: iCal

Veranstaltungsort
forum2 Olympiadorf

Kategorien


Filmpräsentation mit Einführung und anschließendem Gespräch mit der Regisseurin
„Die Zeit die wir noch haben,
Carl Amery – Ein bayerischer Querdenker“
Ein Film von Vera Botterbusch
45 Min., BR 1991
Die Herkunft aus dem gebildeten und weltoffenen katholischen Bildungsbürgertum, die Schuljahre in Freising und Passau, die Studienjahre in den USA haben den gebürtigen Münchner Schriftsteller Carl Amery (1922-2005) entscheidend geprägt und ihn zu einer hu-morigen und dennoch scharfen Auseinandersetzung mit den Zukunftsaussichten einer stetig wachsenden Gesellschaft und zu einem kritischen Blick auf seine geliebte Heimat angeregt.
So wurde, ist und bleibt Carl Amery (Pseudonym für Christian Meyer) nicht nur ein „kritischer Denker“, ein „engagierter Linkskatholik“ und ein Mahner und Warner vor der ökologischen Weltkatastrophe. Sein politisches, ja aufklärerisches Engagement, seine Einlassungen in Fra-gen von Ökologie und Ideologie haben ihn als Schriftsteller geprägt, durch seine Originalität, die aufklärerische Provokation und sein bayerisches Querdenken. Ihm geht es immer um die Mündigkeit des Einzelnen, um den Kampf gegen menschliche Dummheit und Kälte, um die ökologische Chance in der „Zeit, die wir (noch) haben“.
Der Film von Vera Botterbusch führt in die geistige Welt dieses bodenständigen Visionärs, der mit seiner zornigen Liebe zu Bayern spielerisch zwischen Vergangenheit und Zukunft, Wissen-schaft und Science Fiktion pendelt und daraus die Gegenwart begreift. Das Filmporträt stellt den Schriftsteller Carl Amery als einen Zeitgenossen vor, der mit grimmigem, entwaffnendem Humor gesellschaftliche Zustände anprangert, gegen die menschliche Dummheit agiert und ein Leben für die Zukunft denkt.