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SUMMARY:Gespräch mit Dagmar Herzog und Paula-Irene Villa Braslavsky: Der n
 eue faschistische Körper
DESCRIPTION:Der Erfolg faschistischer Bewegungen und Parteien lässt sich n
 icht allein mit Angst und Wut erklären. Ebenso ausschlaggebend sind die L
 ust und das Vergnügen an Gewalt und Aggression. So ist Rassismus besonder
 s intensiv\, wenn er erotisch aufgeladen ist\, etwa\, wenn Migration als s
 exuelle Bedrohung für deutsche Frauen dargestellt wird. Neben diesem „s
 exy Rassismus“\, so die Historikerin Dagmar Herzog\, ist eine obsessive 
 Behindertenfeindlichkeit elementarer Grundbaustein radikalrechter Programm
 e.\n\nIn ihrem Buch Der neue faschistische Körper (Wirklichkeit Books\, 2
 025) unternimmt Dagmar Herzog den Versuch\, die Geistesgeschichte dieser b
 eiden Phänomene – libidinöse Intensivierung im Faschismus und Feindsel
 igkeit gegenüber als imperfekt wahrgenommenen Körpern – zusammenzudenk
 en. Denn nur wer die Gefühlswelten und Debatten vergangener Faschismen st
 udiert\, kann ihre gegenwärtige Erscheinungsform verstehen und bekämpfen
 .\n\nMit der Soziologin Paula-Irene Villa Braslavsky (Ludwig-Maximilians-U
 niversität) spricht die Autorin über die historischen Verbindungen zwisc
 hen Rassismus\, Ableismus und sexualisierten Gewaltbildern – und erläut
 ert mit Blick auf die USA und Deutschland\, wie beunruhigend präsent dies
 e Phänomene auch heute wieder sind.\n\nDagmar Herzog ist Distinguished Pr
 ofessor of History am Graduate Center der City University of New York. Sie
  unterrichtet und schreibt zur Sexual- und Geschlechtergeschichte in der M
 oderne\, Nationalsozialismus und Holocaust\, Geschichten des Disability-Ak
 tivismus und der Care-Arbeit\, Psychiatrie und Psychoanalyse. Sie ist u.a.
  Autorin von Sexuality in Europe (Cambridge 2011)\, Die Politisierung der 
 Lust (Neuaufl. Psychosozial 2021)\, Cold War Freud (Suhrkamp 2023) und Eug
 enische Phantasmen: Eine deutsche Geschichte (Suhrkamp 2024).\n\nPaula-Ire
 ne Villa Braslavsky ist Professorin für Allgemeine Soziologie und Gender 
 Studies an der LMU München. Sie lehrt und forscht zu Biopolitik – der V
 erflechtung von Leben/Körper und Gesellschaft –\, zu Care (Fürsorge\, 
 Pflege)\, zu soziologischer Theorie\, zu Populärkultur und zu politischer
  Soziologie.
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