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Datum/Zeit
Datum - 13.07.2019
20:00 - 23:00

Veranstaltungsort
Theater im Fraunhofer

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Jörg Hubes Anfänge als Kabarettist
mit Beppi Bachmaier, Detlef Kügow, Rolf May, Wolfgang Nöth, u.a
Einlass: 19:45, Beginn: 20:00, Eintritt: 16 €

Der Herzkasperl erblickte 1975 im Theater im Fraunhofer als »Herzkasperls Altstadtfunk« das Bühnenlicht, entwickelt und aufgeführt mit Hubes Ehefrau Elisabeth Fanderl in einer Rollenverteilung, die bewusst an Karl Valentin und Liesl Karlstadt erinnern sollte. Als Herzkasperl verkörperte Jörg Hube das Anarchische, das Widerständige, die dickköpfige Selbstbehauptung, die Wut auf die Großkopferten, das beharrliche Bohren nach dem Bösen und den unnachgiebigen Blick in den menschlichen Abgrund wie keiner vor und sehr
wahrscheinlich auch keiner nach ihm. Er hatte diesen Abgrund durchaus auch in sich selbst wahrgenommen und keine Scheu, sein Publikum daran teilhaben zu lassen. Mit Ton- und Videoaufnahmen sowie persönlichen Erinnerungen
werden an diesem Abend die Anfänge des Herzkasperls lebendig.
Sie waren »furchtbar, die Kritiken schrecklich, es war vernichtend«, erinnert sich Elisabeth Fanderl. Während nur wenig später wegen der vielen Kartenanfragen das Telefonnetz im Gärtnerplatzviertel zusammenbrach, Mediziner kostenlose Behandlungen anboten, nur um eine Karte zu ergattern.
»Im Grunde ist dieser Kasperl unheimlich. Er lebt die Verweigerung nicht nur – er ist sie. Er verweigert sich den Großen, er verweigert sich der Geschichte, er verweigert sich dem Sinn. Dumm ist er keineswegs, aber was er aufschnappt, an Signalen von draußen und oben, an dummen Weisheiten und weisen Dummheiten, an moralischen Befehlen und kategorischen Imperativen jeder Art, das verwandelt er in das, was die Masse als einziges liebt und annimmt: in Spektakel. Und so ist der Kasperl Larifari eine eminent bayerische Figur.« (Jörg Hube)