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Datum/Zeit
Datum - 10.07.2019
18:30

Veranstaltungsort
Münchner Stadtmuseum

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Bis weit in das 20. Jahrhundert hinein war das Unterhaltungsgewerbe einer der wenigen Bereiche, in denen Angehörige der kleinen Minderheit von People of Color in Deutschland Arbeit fanden – und zwar nicht trotz, sondern vielmehr gerade wegen der auf sie gerichteten rassifizierenden und exotisierenden Zuschreibungen. In ihrer Ende 2017 im Böhlau Verlag erschienenen Dissertation untersucht Dr. Susann Lewerenz, in welcher Weise sich die politischen und gesellschaftlichen Umbrüche des 20. Jahrhunderts auf die Lebens- und Arbeitsbedingungen sowie die Präsentationsstrategien von Artist_innen of Color im Zirkus, Varieté und Schaustellergewerbe in Deutschland niederschlugen. In der dialogischen Buchvorstellung wird Dr. Susann Lewerenz dieser Frage anhand verschiedener Beispiele aus der Münchner Unterhaltungskultur nachgehen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Zeit des Nationalsozialismus: Welche Handlungsspielräume blieben Unterhaltungskünstler_innen of Color angesichts der zunehmenden rassistischen Ausgrenzung und Verfolgung von Menschen, die das NS-Regime als „artfremd“ ansah?
Moderation und aktuelle künstlerische Positionen: Betiel Berhe und Sandrine Kunis, Diversity-Trainerinnen, Initiative Schwarze Menschen in Deutschland e.V.

Ort: Saal des Münchner Stadtmuseums / Eintritt frei