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Datum/Zeit
Datum - 11.12.2018
19:00 - 20:30

Veranstaltungsort
Literaturhaus München

Kategorien


Begrüßung: Petra Knözinger-Fischer
Einführung: Peter Hamm
Hanne Trautwein und Hermann Lenz lernten sich, beide Anfang Zwanzig, 1937 in München kennen. Er: angehender Schriftsteller. Sie: Studentin der Kunstgeschichte. Zunächst entging die »Halbjüdin« Hanne Trautwein dank einer Anstellung bei einem einflussreichen Kunsthändler der Verfolgung. Hermann Lenz, der sich vorgenommen hatte, im Krieg nie auf einen Menschen zu schießen, war an vorderster Front im Russlandfeldzug. Beide ermöglichen einander das Überleben, indem sie eine utopische Gegenwelt entwerfen.
Ihr Briefwechsel endet 1946, als Hermann Lenz aus amerikanischer Kriegsgefangenschaft zurückkehrt – und sie heiraten.
Die erstmals veröffentlichten 577 Briefe und Karten (Insel Verlag) sind nicht nur ein bedeutendes zeithistorisches Dokument, die deutsche Literatur kennt aus dieser Zeit kein vergleichbares Zeugnis einer deutsch-jüdischen Verbindung.