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Datum/Zeit
Datum - 19.03.2020
19:00 - 20:30

Veranstaltungsort
MVHS Bildungszentrum Einstein 28

Kategorien


Auch nach 250 Jahren ist der Dichter Friedrich Hölderlin schwer zu fassen. Im 19. Jahrhundert fast vergessen, im 20. Jahrhundert in patriotischen Feldausgaben während der Weltkriege verpackt, von Intellektuellen und Philosophen unterschiedlicher Couleur vereinnahmt, schließlich nach 1968 wieder neu entdeckt – Hölderlins Werk steht zwischen ganz unterschiedlichen Arten der Aneignung.
Zeit für eine Bilanz? Karl-Heinz Ott beschreibt den Dichter, sein Leben und sein Werk als große Projektionsfläche. Demnach erscheint Hölderlin als Revolutionär, als schwäbischer Idylliker, als nationaler Kriegsheld und als Wahnsinniger im Tübinger Turm. Und so kann es heutzutage gerade nicht um abschließende Gesten gehen, sondern um eine ebenso originelle wie historisch gerechte Reflexion, die jenseits aller ideologischen Lager jenen Geistern folgt, die Hölderlin und sein Werk gerufen haben.

Veranstaltungs-Nr.: K244010

Referent: Karl-Heinz Ott