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Datum/Zeit
Datum - 27.04.2018
19:00 - 21:00

Veranstaltungsort
MVHS im Einstein 28

Kategorien


Wahnsinn – Tollheit – Melancholia – Hysterie – Schizophrenie – Bipolarität: Über die Jahrhunderte entstand eine Fülle von Begriffen, mit denen das von der Norm Abweichende, das Grenzgängerische, das Bizarre oder eben Kranke beschrieben werden sollte. Literatur und Wahnsinn als zwei voneinander zu unterscheidende Bereiche der Weltwahrnehmung standen immer schon in einer engen Beziehung.
Die interdisziplinäre Tagung wird mit Lesungen, halbstündigen Vorträgen und ausführlichen Diskussionen vorstellen, wie sich das Bild von “Wahnsinn” verändert hat. Neben den – im engeren Sinn – medizinischen Krankheitsbildern, die als körperlich begründet gesehen und gemessen wurden, haben aktuelle medizingeschichtliche Arbeiten psychische Krankheiten wie die Schizophrenie als Konstruktionen individueller Problemgeschichten gezeigt. Diese Konstruktionen lassen sich in der Literatur, in fiktionalen und autobiografischen Texten in der frühen Moderne und verstärkt seit den 1970er Jahren bis hin zur Gegenwart wiederfinden.

G244020 – Tagung
Prof. Dr. Sven Hanuschek · 27.4. bis 29.4.2018 · fr 19-21 Uhr/sa 9-21 Uhr/so 9-17  Uhr · Eintritt frei