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Datum/Zeit
Datum - 01.02.2023
19:00 - 20:30
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Veranstaltungsort
Literaturhaus München

Kategorien


MI 1.2.23 // 19 Uhr // Saal

Moderation: Annette Ramelsberger (Süddeutsche Zeitung)

 

Das beschauliche Dorf Niederthann in Oberbayern wird in den 1970er Jahren Schauplatz eines Verbrechens, das als »Zigeuner-Krieg« Schlagzeilen macht: Ein Dorfbewohner schießt auf zwei Romni. Eine der jungen Frauen stirbt, die andere flieht schwer verletzt. Der Schütze kommt glimpflich davon; er wird unterstützt von Polizei, Justiz, Dorfgemeinschaft. Der Historiker Hans Woller hat den Kriminalfall rekonstruiert und erzählt eine Geschichte voller Abgründe und rassistischer Ressentiments (Verlag C.H.Beck). Hans Woller verbindet hervorragende Quellenrecherche mit brandaktuellen Fragen: Wären die Reaktionen heute anders, oder würde man erneut den Täter zum Opfer erklären? Er diskutiert mit Radoslav Ganev, Gründer des Vereins »Romanity« und Vorstand der »Lichterkette«, es moderiert Annette Ramelsberger, Expertin für Innere Sicherheit und Extremismus bei der Süddeutschen Zeitung, vielfach ausgezeichnet für ihre Berichterstattung über den NSU-Prozess.

 

Veranstalter: Stiftung Literaturhaus
EINTRITT: EURO 15.- / 10.-