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Datum/Zeit
Datum - 19.03.2020
19:00 - 21:00

Veranstaltungsort
Adalbert Stifter Verein im Sudetendeutschen Haus

Kategorien


„Im Jahr fünfundvierzig bekam meine Mutter die Nachricht, dass es besser wäre, mit mir wegzugehen, da mir Deportation und Gaskammer drohten.“

So beginnen Karol Sidons literarische Erinnerungen an seine Kindheit im Prag, an die Bewohner der Stadt und diejenigen, die nicht zurückkehrten – allen voran der Vater, der im KZ Theresienstadt umgebracht wurde und den der kleine Karol ein Leben lang vermissen wird.

Der 1968 in Prag veröffentlichte Roman Traum von meinem Vater erschien 2019 in deutscher Übersetzung von Elmar Tannert.

Karol Sidon, 1942 in Prag geboren, war als Hörspielautor und Dramaturg tätig bis er 1970 mit Publikationsverbot belegt wurde. Er wurde als Unterzeichner der Charta 77 verfolgt und emigrierte 1983 nach Deutschland, wo er in Heidelberg ein Studium der Judaistik absolvierte. Seit 1990 lebt er wieder in Prag und ist tschechischer Landesoberrabbiner.

Moderation: Klaus Blanc

Eintritt frei

In Kooperation mit der Deutsch-Tschechischen Gesellschaft Augsburg und Schwaben, der Literaturhandlung und dem Tschechischen Zentrum München