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Datum/Zeit
Datum - 13.03.2018
20:00

Veranstaltungsort
Haus der Kunst - Ausstellung Kiki Smith: Procession

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Texte von Mei-Mei Berssenbrugge, Emily Dickinson, Leslie Scalapino und Anne Waldman
Gelesen von Sophie von Kessel

Die Kuratorin der Ausstellung Petra Giloy-Hirtz führt durch den Abend.

In Zusammenarbeit mit dem Haus der Kunst.

Lesung auf Englisch
Eintritt: 13 Euro; Mitglieder des Freundeskreises der Stiftung Lyrik Kabinett: ermäßigter Eintritt 8 EUR.

Die amerikanische Künstlerin Kiki Smith steht der Lyrik sehr nahe. Mit den Dichterinnen Mei-Mei Berssenbrugge, Leslie Scalapino und Anne Waldman fühlt sie sich geistesverwandt. In enger Zusammenarbeit mit ihnen sind wunderbare Künstlerbücher entstanden, meist in limitierter Auflage auf Büttenpapier gedruckt und handkoloriert; einige Exemplare befinden sich in der Sammlung des Museum of Modern Art in New York. Die Inspiration ist wechselseitig: Kiki Smith schuf Skulpturen nach Texten von Anne Waldman (“If I Could Say This With My Body, Would I. I Would”), Leslie Scalapino schrieb Gedichte nach Zeichnungen von Kiki Smith (“Women Being Eaten by Animals”) und Mei-Mei Berssenbrugge verfasste Texte zu Kiki Smiths Lithographien von organischen Formen (“Endocrinology”) und zu ihrer Zeichnung einer Pusteblume (“Concordance”). Texte und Bilder kreisen um Körper, Weiblichkeit, animierte Natur, Spiritualität, Tod sowie politische und gesellschaftliche Befindlichkeiten.

Anne Waldman, geboren 1945 in Milville, New Jersey, ist seit den 1960er Jahren Mitglied der „Outrider experimental poetry community“ als Autorin, Performerin, Professorin, Herausgeberin sowie kulturelle und politische Aktivistin. Sie hatte Verbindungen zur Beat-Bewegung und zur zweiten Generation der New York School. Zu ihren Veröffentlichungen zählen Fast Speaking Woman (1975), Marriage: A Sentence (2000), das mehrbändige Iovis Projekt (1992, 1993, 1997), sowie Voice’s Daughter of a Heart Yet to Be Born (2016). Sie lebt in New York.

Mei-Mei Berssenbrugge, geboren 1947 in Beijing, China, hat am Institute of American Indian Arts in Santa Fe und in New York City unterrichtet. In beiden Städten wurde sie von dort ansässigen visuellen Künstlerinnen und Künstlern beeinflusst und hat mit ihnen zusammengearbeitet, unter anderem auch mit ihrem Mann Richard Tuttle. Sie stand in Verbindung mit der New York School of Poets und den Language Poets. Berssenbrugge ist Autorin von The Heat Bird (1983), das den American Book Award gewonnen hat, Empathy (1989), das mit dem PEN West Award ausgezeichnet wurde, Sphericity (1993), Four Year Old Girl (1998), das den Western States Book Award gewonnen hat, Nest (2003), I Love Artists: New and Selected Poems (2006) sowie Hello, the Roses (2013).

Leslie Scalapino, geboren 1944 in Santa Barbara und 2010 in Berkeley, Kalifornien verstorben, war eine experimentelle Schriftstellerin, die zu den West Coast Language Poets gehörte. Sie studierte am Reed College und erhielt von der University of California in Berkeley den MA in Anglistik. Scalapinos Texte verwischen oft die Grenzen zwischen Lyrik, Prosa und den visuellen Künsten – ihr Buch Crowd and not evening or light (1992) enthält Fotografien mit handschriftlichen Notizen. Zu ihren Veröffentlichungen zählen Considering how exaggerated music is (1982), that they were at the beach-aeolotropic series (1985) sowie die Trilogie The Return of Painting, The Pearl, and Orion (1991).