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Datum/Zeit
Datum - 10.12.2016
20:00 - 22:30

Veranstaltungsort
Galerie artoxin

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Napoleon soll ihn angeblich siebenmal gelesen haben. Zum Zeitpunkt seines Erscheinens machte er den jungen Autor mit einem Schlag international bekannt. Die Rede ist von Goethes “Die Leiden des jungen Werthers”, mit dessen verzweifelter Seelenlage sich später nicht immer zur ungetrübten Freude auch Generationen von Schülern beschäftigen mussten.
Werthers Theatralik, sein gekränkter Narzissmus, seine Unfähigkeit, mit der Realität zurechtzukommen, gestaltete der Rezitator als einen beklemmenden, auf wühlenden Monolog. Oft besaß seine Diktion eine schneidende Schärfe und Unerbittlichkeit. Wunderbar innig und gefühlstrunken hingegen sprach Pfisterer Werthers Beschreibungen der Natur, an deren Schönheit der Liebende sich erfreut wie ein Kind, brachte mit seiner großen Stimmgewandtheit den Text gleichsam zum Leuchten.

Lesung mit Martin Pfisterer
Sa, 10.12.2016, 20 h