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SUMMARY:Lesung: „Die Tiefe“ (2025)
DESCRIPTION:Termin: Dienstag\, 17. November 2026\, 19.00 Uhr\nReferentin: I
 shbel Szatrawska (Krakau)\nModeration: Dr. Lilia Antipow-Altrichter (HDO)\
 nOrt: Haus des Deutschen Ostens\, Am Lilienberg 5\, 81669 München\nIn Koo
 peration mit: Generalkonsulat von Polen in München\n\nIshbel Szatrawska i
 st Gast der X. Ausgabe der HDO-Lesereihe „Frauen schreiben Geschichte(n)
 “. Sie findet seit 2021 in verschiedenen Formaten statt. Zusammen mit de
 m Onlineprojekt „Autorinnen lesen!“ bietet sie ein Forum für Schrifts
 tellerinnen aus Deutschland und dem östlichen Europa. Geschichte und Gege
 nwart der Deutschen und ihrer Nachbarn in dieser Region spielen in ihrem W
 erk eine exzeptionelle Rolle. Historische Persönlichkeiten und fingierte 
 Figuren werden dabei zu Akteuren in einem fiktionalen Geschehen. Darüber 
 hinaus setzen sich die hier präsentierten Autorinnen in ihrem Werk mit ve
 rschiedenen Facetten des Themenspektrums Frauen auseinander: Frauenbilder 
 und mythologisierende Stereotypen des Weiblichen\, Formen der weiblichen F
 reundschaft und ihre soziale und psychologische Funktion\, Kunst und Liter
 atur als Schlüssel zu den emotionalen Bedingungen des weiblichen Seins in
  der Moderne – und vieles mehr. In ihren Romanen\, Erzählungen und Lyri
 k\, die vielfach ein individuelles Drama mit historischen Konstellationen 
 und erzählerischer Spannung verbinden\, befinden sich Frauen häufig auf 
 der existentiellen Sinnsuche\, die sich zwischen Heimat und Fremde abspiel
 t.\n\n„Die Tiefe“ erzählt über mehrere Generationen einer Familie\, 
 deren Schicksal untrennbar mit dem einstigen Ostpreußen verbunden ist\, e
 iner Grenzregion\, in der sich polnische\, masurische\, deutsche und litau
 ische Identitäten seit Jahrhunderten überlagern. Im Zentrum stehen die G
 roßmutter Janka\, die aristokratische Gudrun und ihr Geliebter Max\, ein 
 deutscher Chirurg\, sowie Tante Gertraud\, Jankas Sohn Wolf und die junge 
 Anthropologin Alicja. Alicja kämpft mit der Entscheidung\, das Elternhaus
  an der Guber zu verkaufen — ein geheimnisumwobenes Gebäude voller Erin
 nerungen und unausgesprochener Geschichten. Die Erzählung begleitet die P
 rotagonistinnen und Protagonisten von den Schrecken des Krieges — dem Fa
 ll von Königsberg und Rastenburg und dem Vorrücken der Roten Armee — 
 über die erstickende Stille des kommunistischen Polens\, in dem die Verga
 ngenheit nur im Flüsterton weiterlebt\, bis in die Gegenwart\, wo ein neu
 er Konflikt heraufzieht. Themen wie Erinnerung\, Identität\, Verlust und 
 Versöhnung verweben sich zu einem vielstimmigen Familienporträt\, das di
 e Bruchlinien europäischer Geschichte spürbar macht.
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