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Datum/Zeit
Datum - 05.12.2018
19:00

Veranstaltungsort
Monacensia

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Zum 125. Geburtstag des Schriftstellers, Dramatikers und Revolutionärs Ernst Toller präsentiert die Monacensia gemeinsam mit dem Wallstein Verlag am Mittwoch, 5. Dezember, 19 Uhr, in der Monacensia im Hildebrandhaus, Maria-Theresia-Straße 23, die soeben erschienene, kritisch kommentierte Edition seiner Briefe aus den Jahren 1915 bis 1939. Die Herausgeber der zweibändigen Edition Irene Zanol, Veronika Schuchter, Stefan Neuhaus und Kerstin Reimers führen anhand ausgewählter Briefe durch das Leben Ernst Tollers. Es liest der Schauspieler Franz Pätzold. Ein Grußwort spricht Dr. Dieter Distl, Vorsitzender der Ernst-Toller-Gesellschaft. Ernst Toller wurde am 1. Dezember 1893 in der Provinzstadt Samotschin im heutigen Polen geboren. Die bayerische Revolution unterstützte er von Anfang an. Nach der Niederschlagung der Räterepublik 1919 wurde er festgenommen und zu fünf Jahren Haft verurteilt. Während dieser Zeit schrieb er autobiographische Texte und Berichte aus dem Haftalltag sowie sein berühmtes Drama „Masse Mensch“. Wegen seiner jüdischen Herkunft und seiner politischen Überzeugungen wurde Toller nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten aus Deutschland ausgebürgert. 1939 nahm er sich im amerikanischen Exil das Leben.

Zeit seines Lebens pflegte Ernst Toller Briefkontakt mit wichtigsten Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts, darunter Else Lasker-Schüler, Thomas Mann, Albert Einstein und Franklin D. Roosevelt. Erstmals wurde die umfassende Korrespondenz aus hunderten Archiven in aller Welt zusammengetragen. Über 1.600 Briefe, Postkarten und Telegramme sind Zeugnisse einer bewegten Zeit.

Der Eintritt ist frei. Einlass ab 18.30 Uhr über den Eingang an der Siebertstraße 2. Eine Anmeldung per E-Mail an monacensia.programm@muechen.de ist erforderlich.

Die Veranstaltung ist Teil des Begleitprogramms zur Ausstellung „Dichtung ist Revolution. Kurt Eisner, Gustav Landauer, Erich Mühsam, Ernst Toller“, die noch bis 30. Juni in der Monacensia im Hildebrandhaus zu sehen ist. Weitere Infos unter www.muenchner-stadtbibliothek.de/monacensia.