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Datum/Zeit
Datum - 04.02.2020
19:30 - 21:00

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Neue Perspektiven zum Leben und Schaffen eines der größten deutschen Maler der Nachkriegszeit.

Gerhard Richter malte sein bekanntes Gemälde „Tante Marianne“ nach Vorlage einer Fotografie, die ihn als Säugling zusammen mit der Schwester seiner Mutter zeigt. Gespenstisch miteinander verflochten sind die Lebensläufe von Richters Tante Marianne und seinem früheren Schwiegervater, Professor Dr. Heinrich Eufinger, einem Nazi der ersten Stunde. Tante Marianne fällt in die Hände der NS-Psychiatrie und wird 1945 als eines von 250.000 Euthanasie-Opfern ermordet. Im gleichen Zeitraum hat SS-Obersturmbannführer Eufinger als Direktor der Dresdner Frauenklinik nahezu 1.000 Zwangssterilisierungen zu verantworten. Trotz seiner Nazi-Vergangenheit wird er angesehener Chefarzt, erst in der DDR, dann im Westen. Dies alles liegt für Richter im Dunkeln, als er sich in den fünfziger Jahren in Eufingers Tochter Ema verliebt. 1961 flüchtet Richter aus der DDR. Später porträtiert er seine Verwandten, ohne die schrecklichen Zusammenhänge zu kennen.
Basierend auf Schreibers Buch entstand 2018 der Film „Werk ohne Autor“ von Florian Henckel von Donnersmarck.

 Jürgen Schreiber, ist einer der besten investigativen Journalisten Deutschlands. Für seine herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet Reportage und Enthüllung wurde er bereits zweimal mit dem Wächter-Preis der deutschen Presse ausgezeichnet. Außerdem erhielt er den Theodor-Wolff-Preis. Er arbeitete u.a. für die Stuttgarter Zeitung, Frankfurter Rundschau und das SZ-Magazin. Er war Gründungsmitglied der Woche. Zuletzt war Schreiber Chefreporter beim Berliner Tagesspiegel.

Die Veranstaltung findet am Dienstag, den 4. Februar 2020 in der Buchhandlung Buch & Bohne, Kapuzinerplatz 4 (Eingang Häberlstrasse), ab 19.30 Uhr statt. Der Eintritt kostet 5 EUR. Bitte melden Sie sich telefonisch unter 089/37 41 40 60 oder per Mail unter kontakt@buchbohne.de an.

Weitere Informationen unter www.buchbohne.de.