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Datum/Zeit
Datum - 21.11.2016
19:00

Veranstaltungsort
Seidlvilla

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Dr. Kerstin Decker (Berlin)

Lou von Salomé, eine junge Züricher Studentin aus St. Petersburg, wurde vielen zur Schicksalsbegegnung: als „Muse“, als Gesprächspartnerin, als geistige Herausforderung. Sein “Geschwistergehirn” nannte sie Friedrich Nietzsche, „scharfsinnig wie ein Adler, mutig wie ein Löwe“. Seinen Himmel und seinen Abgrund nannte sie Rainer Maria Rilke. Eine Frau, die zielgerade ihren eigenen Lebensweg zu gehen vorhatte und so auch eigenständig ging, jenseits aller gesellschaftlicher Erwartungen, Gepflogenheiten und Zwänge ihrer Zeit. Wer war diese Frau, die selbstbewusst Rilkes frühe Dichtung in den Papierkorb beförderte, auf Augenhöhe mit Nietzsche über Philosophie und mit Freud über Psychoanalyse diskutierte, von ihnen allen als ebenbürtig anerkannt? Und wer war eben sie, die noch zu seinen Lebzeiten die bis heute vielleicht nach wie kongenialste Biographie Friedrich Nietzsches verfassen konnte? In einer „Biographie ihres Denkens“ soll der Lebensphilosophie dieser außerordentlichen Persönlichkeit nachgespürt werden. „Der bittersüße Funke Ich“: so lautet der Untertitel der überragenden Studie über Lou Andreas Salomé von Kerstin Decker, aus der die Autorin referieren, lesen und berichten wird.
Kerstin Decker, geboren 1962 in Leipzig, ist promovierte Philosophin und Reporterin des Tagesspiegel. Zahlreiche Buchveröffentlichungen, darunter Nietzsche und Wagner (2012), Richard Wagner, mit den Augen seiner Hunde betrachtet (2013), Meine Farm in Afrika. Das Leben der Frieda von Bülow (2015). Ihre Biografie über Lou Andreas-Salomé, Der bittersüße Funke Ich erschien 2010; ihr neuestes Buch erschien soeben im Berlin-Verlag: Die Schwester. Das Leben der Elisabeth Förster-Nietzsche.

Bitte bringen Sie interessierte Freunde und Bekannte mit!
Unkostenbeitrag € 8.–/ 6.– / Studenten frei
Mit freundlicher Unterstützung durch das Kulturreferat der Landeshauptstadt München

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