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Datum/Zeit
Datum - 21.09.2022
20:00 - 21:30
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Veranstaltungsort
Literaturhaus München

Kategorien


Moderation: Tilla Fuchs (SWR)

Michel Jean, einer der meistgelesenen Autoren in Québec, hat sich in vielbeachteten Büchern (zuletzt: »Kukum« und »Atuk«) intensiv mit der indigenen Geschichte und Literatur Kanadas beschäftigt. In seinem erstmals 2013 erschienenen, jetzt in deutscher Übersetzung vorliegenden Roman (Wieser Verlag // dt. von Michael von Killisch-Horn) wendet er sich einer der finstersten Perioden der Geschichte Kanadas zu: Er erzählt die Geschichte von drei jungen Innu, die im Jahr 1936 ihren Familien entrissen werden. Im 1000 km entfernten Internat Fort George in der James Bay sind sie den Übergriffen der Mönche und Nonnen, der »maikan« (Wölfe) ausgesetzt. Durch die Funde von Leichen indigener Kinder in Massengräbern in der Nähe ehemaliger Umerziehungsinternate 2021/2022 bekommt dieser erschütternde Roman noch einmal
eine neue Aktualität und Brisanz.

VERANSTALTUNGSSPRACHEN: FRANZÖSISCH & DEUTSCH

EINTRITT: EURO 15.- / 10.-

Veranstalter: Stiftung Literaturhaus // in Kooperation mit der Vertretung der Regierung von Québec // mit Unterstützung des Conseil des arts et des lettres du Québec – CALQ