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Datum/Zeit
Datum - 14.09.2018
11:00 - 21:30

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Der Regen blieb aus
Was geschieht, wenn die Natur so richtig wild in ihrem Element ist, beschreiben die dramatischen, poetischen und philosophischen Texte an diesem Tag, vorgetragen von Shenja Lacher, Marko Pogačar und Robert Stadlober.

11.00 Uhr – Lesung
Shenja Lacher liest Vilém Flusser „Vogelflüge“ Regen, Nebel, Stürme
Gespräch mit Ludwig Fischer und Jürgen Goldstein

Die Erfahrung mit der Natur und den Phänomenen des Wetters, wie sie Vilém Flusser (1920 – 1991) in seinen Denkbildern schildert, ist Anlass für ein Gespräch zwischen dem Literaturwissenschaftler Ludwig Fischer und dem Philosophen Jürgen Goldstein über die Spiegelungen von Natur und Kultur.

15.00 Uhr – Lesung
Shenja Lacher liest Gaston Bachelard „Psychoanalyse des Feuers“

Kein anderes Phänomen hat die Einbildungskraft und das wissenschaftliche Interesse gleichermaßen entfacht wie das Feuer, über das der französische Philosoph und Naturwissenschaftler Gaston Bachelard (1884 – 1962) schreibt: „Es erstrahlt im Paradies. Es brennt in der Hölle. Es ist Labsal und Qual.“

16.00 Uhr – Lesung
Marko Pogačar „Schwarzes Land“

Aus Motiven des Feuers, des Windes, des Rauchs und der Nacht flicht der kroatische Lyriker Marko Pogačar ein funkelndes Labyrinth der Gegenwart – ein großes Staunen über die Turbulenzen der Natur und die Tragik unserer Zeit.

17.30 Uhr – Lesung
Robert Stadlober liest Norman Maclean „Junge Männer im Feuer“

Feuerspringer sind der Luft, der Erde, dem Feuer ausgesetzt. Mitleiden ist eine Form der Liebe: Norman Maclean schreibt über die Tragödie des Mann-Gulch-Waldbrandes von 1949, bei dem 13 junge Männer, College-Studenten, den Rat ihres Vormanns missachteten, in einem Fluchtfeuer vor dem tödlichen Brand Schutz zu suchen.

Der Berg stürzte herab
Die Tragödie eines Bergrutsches wird zum Anlass für eine spannungsgeladene literarisch-musikalische Begegnung zwischen dem Schauspieler Matthias Brandt und dem Percussionisten Simone Rubino.

19.30 Uhr – Lesung und Konzert
Matthias Brandt liest Charles-Ferdinand Ramuz „Derborence“
Simone Rubino, Schlagzeug

Derborence, das Wort klingt sanft und traurig in uns. Und so weit der Blick reicht, sind da nur Steine, nur noch Steine, immerfort Steine. Der Bergsturz, von dem Ramuz’ Roman berichtet, hat 1704 wirklich stattgefunden. Ramuz macht aus der Geschichte ein erzählerisches Wunder.

Die Veranstaltungen finden ihm Rahmen des viertägigen Moosbrand Literatur- und Musikfests statt.
Nantesbuch ist ein Ort für die Begegnung mit Kunst und Natur. Hier treffen Künstler, Naturwissenschaftler und Praktiker aufeinander und auf ein interessiertes Publikum. Hier ist ein Ort für Reflexion und praktisches Arbeiten gleichermaßen. In Nantesbuch sind Kunst und Natur unabdingbar miteinander verzahnt.
Mit Moosbrand führt die Stiftung Nantesbuch die im vergangenen Jahr begonnene Tradition eines alljährlichen Literatur- und Musikfestes im Langen Haus weiter. Diesjähriges Thema ist das Wetter, in dem sich die Elemente vereinen. Vier Tage lang gehen Literatur und Musik eine enge kunstvolle Verbindung ein, aufgeladen von der Kraft der „Elemente“: das Wasser, das Gebirge und Täler formt, der Wind, der Bäume zum Stürzen bringt, das Feuer, das sich aufbäumt, und die Erde, die nur scheinbar ruhig daliegt. Erhellend, philosophisch, ungestüm, nachdenklich und humorvoll präsentieren sich die Lesungen und Konzerte, vorgetragen von bekannten Schauspielern wie Matthias Brandt und Maria Schrader sowie international renommierten Schriftstellern und Musikern. Sie lesen ganz neue und sehr bekannte Literatur im Wechsel mit vertrauter und nie gehörter Musik. Die Konzerte und musikalischen Interventionen korrespondieren mit den vorgetragenen Texten. Bei Gesprächen und Diskussionen wird das Gelesene und Gehörte weitergetragen.

Die Stiftung Nantesbuch lädt herzlich ein zu diesem „elementaren“ Fest der Literatur und Musik inmitten der Natur.

Weitere Informationen finden Sie unter: https://stiftung-nantesbuch.de/veranstaltungen/formate/moosbrand